Aussichtspunkte auf der Brehminsel stellen Blickachsen her

Petra Treiber
Foto: WAZ FotoPool
Ingesamt sollen vier Plattformen mit Sitzbänken realisiert werden. Hinweis auf Tuchmacherfamilien.

Essen-Werden/Brehminsel.  Die Inselspitze ist mit Rosen bepflanzt und der Spielplatz wurde 2015 umgebaut – nun fehlen auf der Brehminsel nur noch Aussichtspunkte, von denen aus die Touristen einen Blick auf die markanten Sehenswürdigkeiten in Werden und Bredeney werfen können. Die sollen nun ab dem zweiten Halbjahr nach und nach realisiert werden.

Insgesamt vier Aussichtspunkte stellte Dirk Heimeshoff, Grünflächenbereichsleiter von Grün und Gruga Betrieb Süd-West, den Mitgliedern der Bezirksvertretung IX vor. Diese seien mit dem Eigentümer abgestimmt, die Stadt sei ja lediglich Pächter auf dem Landstrich.

Ein Aussichtspunkt soll mit Blick auf die Schleuse entstehen, ein weiterer die Sichtachse von der zur Ruhr zugewandten Inselseite aus nach Bredeney herstellen.

Auf die Villen der Tuchmacherfamilien Forstmann und Huffmann soll ebenfalls mit einer Aussichtsplattform aufmerksam gemacht werden, „denn die Feintuchfabrikanten haben in Werden das Geschehen über mehrere Jahrhunderte bestimmt“, erläuterte Heimeshoff den Hintergrund. Dazu zählt auch die Villa Wiese oberhalb des S-Bahnhofs, die auf der anderen Ruhrseite liegt und auf die ebenfalls ein Aussichtspunkt hinweisen soll.

Diese Aussichtspunkte sollen aus einer kleinen Plattform mit umlaufendem Geländer bestehen, auf der eine Holzbank installiert ist. Diese soll aus witterungsbeständiger Robinie gefertigt und auf einer Stahlunterkonstruktion befestigt sein.

Man habe sich, so Heimeshoff, für Standorte etwas entfernt vom Ufer entschieden, da die Brehminsel im Frühjahr und im Herbst in Teilen oft überflutet ist. „Und dafür ist der technische Aufwand einfach zu groß, das hielten wir nicht für das Gegebene.“ Pro Anlage werden ungefähr 15 000 Euro veranschlagt, teilte Heimeshoff mit. Die Bezirksvertretung IX stimmte den Plänen zu.