Keine heiße Spur nach Koffer-Alarm am Essener Hauptbahnhof

Nach dem Kofferfund öffneten Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes das Behältnis mittels eines Roboters.
Nach dem Kofferfund öffneten Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes das Behältnis mittels eines Roboters.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Die polizeilichen Ermittlungen nach dem 28. September gestalten sich offenbar schwierig
  • Zwar konnten inzwischen alle drei Schüler, die Verdächtiges beobachtet haben, angehört werden
  • Doch reichten ihre Schilderungen nicht, um den Fahndern des entscheidenden Hinweis zu geben

Essen.. Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Großeinsatz wegen eines herrenlosen Koffers vor dem Essener Hauptbahnhof gestalten sich schwierig: Eineinhalb Monate nach dem Alarm, der den Zugverkehr im Ruhrgebiet am 28. September weitgehend lahm legte, hat die Polizei „noch keine heiße Spur“ von dem unbekannten Mann, der das Alu-Behältnis an der Bushaltestelle in der Nähe des Südeingangs abstellte, berichtete Polizeisprecher Lars Lindemann auf Nachfrage. Auf dem kleinen silbernen Koffer pappte ein Aufkleber „Achtung Säure“. Der Fund löste sogleich einen Großalarm aus.

Im Menschenstrom war es schwer, Details zu erkennen

Zwar haben die Ermittler inzwischen die Schüler anhören können, die den Gesuchten beobachtet haben wollen. Alle drei, so Lindemann, erzählten auch die gleiche Geschichte. Jedoch konnten die zwölf- und 13-jährigen Jungen keine wirklich verlässliche Beschreibung des Mannes abgeben. „Die Schilderungen deckten sich nicht in Gänze“, sagt Lindemann. In dem Menschenstrom am Morgen des Tattages sei es vermutlich schwer gewesen, Details zu erkennen, die den Ermittlern im Nachhinein den entscheidenden Hinweis geben könnten. Gleiches dürfte für die Videoaufzeichnungen an jenem Mittwochmorgen gegen 8 Uhr gelten. Der nach dem Einsatz sichergestellte Koffer wurde zudem auf Spuren untersucht. Die Ergebnisse liegen der Polizei aber noch nicht vor.

Die Züge standen eine Stunde lang still

Zur Erinnerung: Nach einer ersten Untersuchung des Fundstücks durch Experten des Landeskriminalamtes hatte die Polizei gegen 9.30 Uhr den kompletten Hauptbahnhof räumen lassen. Die Züge standen eine Stunde lang still. (j.m.)

 
 

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