Katernberger Feuerteufel wird Fall bei Aktenzeichen XY

Nachdem sich im Juni eine siebenköpfige Familie knapp vor den Flammen retten konnte, stand zwei Wochen später das benachbarte Haus in Katernberg in Flammen.
Nachdem sich im Juni eine siebenköpfige Familie knapp vor den Flammen retten konnte, stand zwei Wochen später das benachbarte Haus in Katernberg in Flammen.
Foto: WAZ FotoPool
Nach zwei Großbränden im Sommer in Essen-Katernberg setzt die Polizei in ihrer Suche nach dem Brandstifter nun verstärkt auf Mithilfe der Bevölkerung: In der TV-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" sind die beiden Fälle am Mittwoch zu sehen. Eine siebenköpfige Familie war im Juni nur knapp dem Flammentod entkommen.

Essen.. Die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" unterstützt am Mittwochabend, 16. Januar, die intensive Fahndung nach den noch unbekannten Brandstiftern aus Essen-Katernberg. Das teilt die Essener Polizei mit.

Bei dem ersten Großbrand am 11. Juni 2012 konnte ein Familienvater morgens kurz vor 5 Uhr seine Frau und seine fünf Kinder in letzter Minute aus einem Fenster des brennenden Hauses retten. Ein unbekannter Brandstifter hatte Feuer im Treppenhaus gelegt und der Familie damit den direkten Fluchtweg versperrt.

Feuerwehr löschte bis in die Nachtstunden

Wenige Tage später (26. Juni 2012) brannte gegen 13.30 Uhr das angrenzende Nachbarhaus vollkommen aus. Kurz zuvor hatten offenbar mehrere Personen das leerstehende Mehrfamilienhaus betreten und erneut Feuer gelegt. Die Feuerwehr löschte bis in die Nachtstunden. Das Haus wurde vollkommen zerstört.

Über die beiden schweren Brandstiftungen berichtete die Polizei am darauffolgenden Tag. Vor und nach den beiden schweren Brandstiftungen wurden die Brandstifter von einer Überwachungskamera in der Nachbarschaft aufgenommen. Im ersten Fall ist der Brandstifter sehr deutlich auf den Bildern zu sehen.

Weitere Hinweise aus der Bevölkerung

Im Fernsehen wird nun bundesweit erneut über die noch ungeklärten Straftaten berichtet. Der zuständige Fahnder, Kriminalhauptkommissar Hans-Uwe Hatschek, hofft dadurch auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Mögliche Zeugen, die Angaben zu den Verdächtigen, den Bränden oder zu Beobachtungen auf den möglichen Fluchtwegen der Brandstifter gemacht haben, werden gebeten, sich umgehend bei der Polizei zu melden. Die Hinweise nehmen Kriminalbeamte unter der Zentralnummer des Polizeipräsidiums Essen 0201/8290 jederzeit entgegen.

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