Essen

Kaninchen-Plage in Essen? Hunderte Mümmler in Parks und auf Wiesen gesichtet – Stadt hat deswegen eine Bitte

Wildkaninchen kommen derzeit häufig auf Essens Wiesen vor. (Symbolbild)
Wildkaninchen kommen derzeit häufig auf Essens Wiesen vor. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people / imago/imagebroker

Essen. Dutzende Kaninchen sitzen in diesen Tagen in Essen auf der Wiese des Waldthausenpark in der City. Das gleiche Bild bietet sich in Vorgärten in Rüttenscheid, dem Südviertel und vielen anderen Stadtteilen. Hat Essen etwa ein Problem mit der Vielzahl der Nager? Oder ist es nur ein subjektiver Eindruck, der entsteht?

Mit ihrer niedlichen Blume, den kleinen Löffeln und dem flauschigen Pelz sehen die wilden Kaninchen putzig aus, wie sie da auf der Wiese sitzen und Gras mümmeln. Auf jeder Wiese von Essen-Rüttenscheid bis zum Limbecker Platz sitzende Dutzende der Nager, manche von ihnen sehen aus als seien sie gerade mal ein paar Monate alt.

Kaninchen in Essen zu Hunderten gesichtet: Die Stadt hat eine Bitte

Für manch einen Gartenbesitzer sind die Kaninchen allerdings ganz und gar nicht niedlich. In zahlreichen Foren erfährt der Nager geplagte Kleingärtner, was er denn tun kann gegen die Tiere.

Auch Christina Waimann vom Grugapark gibt einen Tipp: „Hausbesitzer können sich durch kaninchensichere Zäune schützen, die möglichst 30 cm in die Erde reichen.“

>>> Ruhrbahn-Chaos in Essen: Kunden stinksauer – „Das ist unter aller Sau“

Von einer Plage sei allerdings keine Rede, so Waimann. „Probleme mit einer Überpopulation von Wildkaninchen sind uns nicht bekannt.“

Bestände der Kaninchen gehen seit Jahren zurück

Im Gegenteil, laut dem Naturschutzbund gehen die Bestände der Kaninchen und auch des Feldhasens in den letzten Jahren zurück. Denn der Hase fühlt sich in der Stadt überhaupt nicht wohl: zu laut, zu viele Hunde, zu wenige Wildkräuter. Das Kaninchen hingegen fühlt sich zwar wohl in der Stadt. Denn hier gibt es Hecken und viele kleine Hügel, es ist wärmer als auf dem Land, so der Naturschutzbund NRW. Gerade deswegen fühlen sich Kaninchen besonders in Parks und anderen Grünflächen so wohl.

>>> Hochzeit: Braut schlägt Trauzeugin den Schädel ein – aus Rache für schrecklichen Verrat

Dennoch ist die Population in ganz NRW im Vergleich zu vor zehn Jahren um 77 Prozent zurückgegangen, bestätigt auch die Kreisjägerschaft Essen.

Bitte die Tiere nicht füttern

Trotzdem fallen die vielen Nager derzeit in Essen immer mehr auf. Christina Waimann vom Grugapark hat deswegen eine wichtige Bitte an alle Essener: „So niedlich sie auch sein mögen, die Kaninchen sollen nicht gefüttert werden. Das gleiche gilt übrigens auch für Tauben und andere Wildtiere.“ (fb)

 
 

EURE FAVORITEN