Kaffee und Tee zwischen Kohl und Kappes

Werden..  Welcher Ort wäre angemessener für eine Buchpräsentation, als der, der die Hauptrolle in der Lektüre spielt? Und das dann auch noch pünktlich zum Werdener Kunsttag, an dem sich das „Gartenhaus Dingerkus“ mit neu-verlegtem Rollrasen, einem Kiesweg und einer neuen Mauer den rund 50 Gästen präsentiert.

Schnell werden noch ein paar Stühle herangeholt; mit so vielen interessierten Besuchern hatte man offensichtlich nicht gerechnet. Autor Peter Bankmann und Herausgeber Peter Marx nehmen die Gäste während der Präsentation von „Beim Schälgen Thee im Ruhrtal“ mit auf eine Zeitreise in die Bauzeit des Gartenhäuschens vor über 200 Jahren.

Peter Bankmann erinnert sich zunächst an das Jahr 2009 als er zum ersten Mal dem barocken Gebäude mit dem verwunschenen Garten an der Brandstorstraße begegnete. „Was ist das für ein Haus“, fragte er sich und ging der Frage gründlich auf die Spur. Rund ein Jahr später folgte die Gründung eines Freundeskreises, der sich der Erhaltung und der Pflege dieses idyllischen Kleinods annahm: Der Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus e. V..

Unter strahlend-blauem Himmel informieren Bankmann und Marx über die Geschichte des Hauses, die zurückreicht bis in das Jahr 1790 als Johann Everhard Dingerkus das idyllische Gartenhäuschen erbauen ließ. Wer war dieser Dingerkus überhaupt? Wie lebte er? Wer war seine Frau? Wie viele Kinder hatte er? Was hatte es mit dem Gartenhäuschen auf sich? Abwechselnd geben Bankmann und Marx Antworten auf diese und andere Fragen, erzählen von der Geschichte, zitieren aus alten Schriftstücken im Originaltext und weisen auf die dicken Bohnen im Garten hin, die extra kürzlich gepflanzt wurden, um eine Brücke zwischen damals und heute zu schlagen. Schließlich, so weiß Bankmann, habe Dingerkus seine Freizeit in diesem Garten mit Tee und Kaffee, zwischen Obstbäumen und Kohl und Kappes verbracht. Wie sich das damals angefühlt haben muss, können die Gäste am Tag der Buchvorstellung wohl nun ein klein wenig nachempfinden.

Nur der Blick auf die Ruhr, der ist mittlerweile verbaut. Der Idylle schadet es aber nicht.

 
 

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