Essen

Junge (13) in Essen von U-Bahn mitgeschleift: Polizei mit erfreulicher Nachricht!

An dieser Haltestelle ist der Junge von der U-Bahn mitgeschliffen worden.
An dieser Haltestelle ist der Junge von der U-Bahn mitgeschliffen worden.
Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen. Mehr als 20 Tage ist es her, dass in Essen-Altenessen an der Haltestelle „II. Schichtstraße“ ein 13-Jähriger von einer U-Bahn mitgeschliffen worden ist. Seitdem lag der Junge, der lebensgefährlich verletzt wurde, im Koma.

Am Freitagnachmittag dann die gute Nachricht durch die Polizei Essen: Der Junge ist aus dem Koma erwacht! „Ärzte und Pflegekräfte bemühen sich aber weiter, seinen augenblicklichen Zustand zu verbessern“, teilt Polizeisprecher Peter Elke mit.

Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, der 13-Jährige sei schon längst erwacht. Die Polizei dementierte die Meldung.

U-Bahn-Unglück in Essen: Junge aus Koma erwacht

An einem Donnerstagmorgen, den 7. Februar, hatte er die hintere Tür des U-Bahn-Waggons genutzt, um einzusteigen. Hier staute es sich derart, dass er zu einer anderen Tür ging. Diese war allerdings verschlossen – also hastete er zurück zur vorherigen Wagentür.

Dort verfing sich nach Angaben der Ruhrbahn ein Stück seiner Kleidung in der Fahrzeugtür. Die Bahn fuhr los, schleift den Teenager mit. Dort wo der Bahnsteig endet, prallte er gegen die Wand und blieb im Gleisbett des Tunnels liegen.

Mit einem Hubschrauber musste er anschließend in eine Essener Klinik gebracht werden. Dort erwachte er am Freitag.

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Polizei steht vor Mammutaufgabe

Die Polizei konfiszierte für ihre Ermittlungen gar die komplette U-Bahn. Eine echte Mammut-Aufgabe. Eine mehrköpfige Kommission befragte zahlreiche zeugen, untersuchte den Bahnsteig, wertete Spuren und Videomaterial aus.

Eine Sachverständiger arbeitet momentan noch an einem Gutachten. Er wird noch einige Wochen brauchen, bis er seine Ergebnisse vorgelegt.

Fahrgäste zogen Notbreme: Zug fuhr dennoch weiter

Die U-Bahn hatte am Donnerstag nicht gehalten, obwohl Fahrgäste die Notbremse zogen. Dazu sei der Lokführer verpflichtet gewesen, hatte Ruhrbahn-Sprecher Nils Hoffmann gesagt: Er dürfe die Bahn nur stoppen, wenn der Hebel nach spätestens acht Sekunden betätigt wurde. Dann befinde sich der Zug noch am Bahnsteig.

Erst am nächsten Bahnhof dürfe die U-Bahn im Notfall evakuiert werden. Im Tunnel gehe das aus Sicherheitsgründen nicht. Die Fahrgäste zogen laut Hoffmann erst nach 21 Sekunden die Bremse.

Menschliches Versagen schließt die Ruhrbahn aus

„Eine technische Ursache können wir weder ein-, noch ausschließen“, betonte die Ruhrbahn zuletzt. Menschliches Versagen sei jedoch nicht Ursache. Der 62 Jahre alte Lokführer sei „ein ganz erfahrener Kollege“ und seit 38 Jahren im Dienst. Erst vor drei Wochen habe er einen umfangreichen Sicherheitscheck absolviert.

Die entsprechende Fahrzeugtür hatte die Rheinbahn nach eigenen Angaben zuletzt vor fünf Tagen kontrolliert. Dort wurden keine Mängel festgestellt. Unmittelbar nach dem Unfall habe die Tür wieder

 
 

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