Jüdisches Leben am Bosporus

Die Alte Synagoge lädt zur Wechselausstellung über Jüdisches Leben am Bosporus ein. Am 17. September eröffnet die Schau um 19 Uhr am Edmund-Körner-Platz 1. Bei der Vernissage sprechen Oberbürgermeister Reinhard Paß und Celal Findik vom Verein Ruhrdialog Essen einleitende Sätze. Die Generalkonsulin für den Konsularbezirk Essen, Sule Özkaya, hält einen Vortrag über „Die Vielfalt des kulturellen Erbes der Türkei“.

Heute leben in Istanbul etwa 16 000 Juden. Eingewandert sind vertriebene Juden aus Spanien ins Osmanische Reich nach 1492, auch nach Istanbul. Dort bildete sich eine Gemeinde, die ihre spanisch-jüdische Kultur bis ins 20. Jh. beibehielt, heißt es in der Einladung zur Ausstellung. In Gedenken an die Ansiedlung wurde 1992 das Jüdische Museum in Istanbul gegründet. Mit den Verfolgungen und der Wirtschaftskrise in Osteuropa in den 1880er Jahren und später kamen aschkenasische Juden in die Stadt. Nach 1923 setzte mit den Reformen von Kemal Atatürk eine stärkere Türkisierung ein.