„Jazz Pott“ für Essener Musikerin

Foto: waz

Welch ein Glücksfall für „Jazz in Essen“, mit der Preisverleihung des renommierten „Jazz Pott“, mit dem sich der allzu früh verstorbene Viktor Seroneit ein Denkmal setzte, die neue Saison im Grillo-Theater eröffnen zu können. Noch so ein Glück, dass diesmal mit der Altsaxophonistin Angelika Niescier erstmals ein Essener Eigengewächs mit der von Niklaus Troxler gestalteten Trophäe aus Stahl geehrt wurde. Startete die 43-Jährige doch ihre Karriere in den 90er Jahren mit einem Studium an der Folkwang-Hochschule und trägt seiher den Ruf von Essen als Jazz-Stadt in die Welt.

Faszinierend, mit welcher Reife und Gelassenheit sie unüberhörbare Coltrane-Einflüsse mit fingerflinkem FreeJazz-Geschnatter zu verblüffend harmonischen Klangbildern verband, die eine ganz eigene Handschrift tragen.

Und obwohl die rothaarige Altxophonistin nicht nur optisch im Mittelpunkt stand, ließ sie ihren Herren jede Menge Freiräume. Florian Weber am Klavier und Drummer Christoph Hillmann spielten sich immer wieder gegenseitig prickelnde Knallbonbons zu, die das fantasievolle Geschehen attraktiv und hochintelligent anheizten. Kraftvoll unterlegte Matthias Nowak, bestens integrierter Neuling des Quartetts „Sublim“, die unaufgeregt modernen Kompositionen von Niescier mit satten Basslines.

 
 

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