Jäger will Jugendliche vor religiösen Extremisten schützen

NRW-Innenminister Ralf Jäger nimmt an der Fachtagung teil. Foto: Guido Raith
NRW-Innenminister Ralf Jäger nimmt an der Fachtagung teil. Foto: Guido Raith
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Bei einer Tagung von Innenministerium, Integrationsministerium und dem Büro für interkulturelle Arbeit der Stadt Essen auf Zollverein hat Ralf Jäger gefordert, junge Menschen besser vor Extremisten zu schützen.

Essen. Was führt junge Menschen in den religiösen Extremismus? Wie kann ihr Bewusstsein für Demokratie gestärkt werden? All das sind Fragen, mit denen sich Experten am Mittwoch bei einer Fachtagung in Essen befassen. Daran nehmen u.a. Vertreter von Innenministerium und Integrationsministerium sowie dem Büro für interkulturelle Arbeit der Stadt Essen teil.

Unter anderem warnte Integrationsminister Guntram Schneider davor, dass der rechte Terror der Neonazis dazu führen könnte, dass sich junge Muslime von der Gesellschaft abwenden und sich islamistischen Kräften zuwenden. „Unsere Politik muss deshalb darauf gerichtet sein, diesen jungen Menschen Anerkennung und Zukunftsperspektiven zu bieten. Das ist der beste Schutz vor Extremismus“, so Guntram Schneider.

Zwischen Religiosität und religiös begründetem Extremismus werde leider oft zu wenig differenziert, sagte Innenminister Ralf Jäger. Gleichzeitig mahnte er an, der Schutz von Demokratie und Rechtsstaat könne nicht allein durch den Verfassungsschutz geleistet werden: „Dies ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, der sich die Landesregierung insgesamt verpflichtet fühlt“, unterstrich der Innenminister.