Italienische Küche in der Osteria Kronenburg in Steele

Die Osteria Kronenburg auf dem Laurentiusberg in Essen-Steele.
Die Osteria Kronenburg auf dem Laurentiusberg in Essen-Steele.
Foto: WAZ FotoPool
Die beiden Brüder Massimo und Davide Galimbert betreiben in Essen-Steele die Osteria Kronenburg und servieren dort italienische Küche.

Essen. „Willkommen in Paradies“ steht über der Tür, doch beim Eintritt in die Osteria Kronenburg löst sich diese Verheißung augenblicklich in Luft auf. Fast schon schäbig wirkt der Gastraum mit seinen braunen Resopaltischen und Stühlen. Mittendrin steht eine alte Vespa aus den Vierziger Jahren - das einzig schmückende Element in dem Steeler Lokal.

Als die beiden Brüder Massimo und Davide Galimbert die ehemalige Kneipe direkt an der St. Laurentius-Kirche übernahmen, haben sie scheinbar alles so gelassen, wie es war. Nun ja, vom Äußeren sollte man sich nicht abschrecken lassen. Schließlich gilt die Osteria als Geheimtipp.

„Ich bin die Speisekarte“, begrüßt uns Davide, schenkt uns ein breites Lächeln und zählt im Galopp (allerdings ohne Nennung der Preise) auf, was der Koch heute zaubert. Ich finde ja, italienische Küche kann man am besten anhand ihrer Klassiker beurteilen und darum starten wir mit Vitello Tonnato und Caprese (Tomaten mit Mozzarella). So schnell wie Davide spricht, landen die Vorspeisen auf unserem Tisch - beides nicht nur fürs Auge schön angerichtet. Eine cremige Thunfischsauce, verfeinert mit Zitrone, Sardellen und Kapern, bedeckt das hauchdünn geschnittene rosige Kalbfleisch und auch das Caprese ist ordentlich, nur den Mozzarella hätte ich mir geschmacklich etwas intensiver gewünscht.

Solides Küchenhandwerk

Essen und TrinkenUnser Appetit und unsere Neugierde sind jedenfalls angeregt und so warten wir mit Spannung auf die Hauptgänge: Wir haben uns für breit gewalzte Bandnudeln mit einer Sauce aus Erbsen, Tomaten und Speck, mit Mozzarella überbackene Schnitzel in Weißweinsoße und ein Kalbskarree entschieden. Letzteres entpuppt sich als ein wunderbar weiches, auf den Punkt gebratenes Stück Kalb, flankiert von ein wenig Gemüse, in der Pfanne geschwenkten Kartoffeln und einer mit Weißwein abgelöschten Bratensoße. Dagegen sind die drei Schnitzelche n ein wenig einfallslos, fad und leider etwas zäh. Ganz anders wieder die Pasta - sie ist so einfach wie köstlich und zeigt, dass die Osteria das solide Küchenhandwerk, für das die Italiener berühmt sind, beherrscht.

Leider gibt es keinen selbstgemachten Nachtisch, „den servieren wir nur am Wochenende“, sagt Davide, zückt seinen Taschenrechner und rechnet knapp 75 Euro für drei Personen zusammen.

 
 

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