Hundertschaft durchkämmt Waldstück in Essen bei Suche nach vermisstem Pierre

Eine Einsatzhundertschaft hat auf der Suche nach dem vermissten Pierre eine Waldgebiet in Essen durchkämmt.
Eine Einsatzhundertschaft hat auf der Suche nach dem vermissten Pierre eine Waldgebiet in Essen durchkämmt.
Foto: Knut Vahlensieck / WAZ Fotopool
Die Essener Polizei hat die Suche nach dem seit zehn Tagen spurlos verschwundenen Pierre Pahlke (21) fortgesetzt. Am Freitagmorgen durchkämmten Beamte der Einsatzhundertschaft ein Waldstück in der Nähe seines Wohnheims. Bei trockenem Wetter schlagen Suchhunde eher an.

Essen. Die Essener Polizei hat die Suche nach dem seit zehn Tagen vermissten Pierre Pahlke (21) mit Hochdruck fortgesetzt.

Am Freitagmorgen durchkämmten Beamte der Einsatzhundertschaft ein kleines Waldstück in Frillendorf und Stoppenberg, das sich zwischen dem Gewerbegebiet an der Langemarck-/Manderscheidtstraße und dem Wohngebiet in der Bonifacius-straße erstreckt. Das Areal liegt nur einen Steinwurf entfernt von Pierres Wohnheim „Heimstatt Engelbert“ in der Manderscheidtstraße.

Der geistig behinderte junge Mann ist seit dem 17. September spurlos verschwunden. Die Kassiererin des „Netto“-Supermarktes in der Hubertstraße hat ihn gegen 19 Uhr zum letzten Mal gesehen, als er dort eine Flasche Isostar kaufte. Bereits zur selben Zeit wurde Pierres Verschwinden in der Heimstatt-Engelbert Pierres bemerkt, weil er nicht zum Abendessen erschienen war. Sofort leiteten die Verantwortlichen die Suche nach Pierre ein. Als diese ergebnislos verlief, alarmierte die Heimleitung drei Stunden später die Polizei.

Hubschrauber mit Infrarotkameras eingesetzt

In den letzten zehn Tagen setzte die Polizei bei der Suche Hubschrauber mit Infrarotkameras, Züge der Einsatzhundertschaft und Suchhunde aus ganz NRW ein. Das aktuelle trockene Wetter begünstige die Suche, heißt es bei der Polizei. Die Suchhunde der Hundestaffel könnten besser die Fährte aufnehmen.

Flankiert wird die Suche der Polizei durch Pierres Eltern. Sie suchen rund um die Uhr und haben überall im Stadtgebiet Din-A-4-Blätter mit der Vermisstenmeldung aufgehängt. Die Anteilnahme der Bevölkerung am „Fall Pierre“ ist sehr groß. Die Polizei schließt inzwischen nicht mehr aus, dass Pierre Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Die Polizei erbittet Hinweise unter 0201 / 829-0 und 110.