Hundehalter wollen eingezäunte Wiese im Essener Stadtgarten

Barbara Vieth (l.) mit Topsy und Trulla und Stefanie Brecklinghaus mit Mausi und Lilly im Christinenpark.
Barbara Vieth (l.) mit Topsy und Trulla und Stefanie Brecklinghaus mit Mausi und Lilly im Christinenpark.
Foto: Knut Vahlensieck
Über Facebook haben sich Hundehalter aus Rüttenscheid zusammengeschlossen. Sie möchten einige Bedingungen für Tierfreunde verbessern.

Essen-Rüttenscheid. Rund 23.000 Hunde sind in Essen gemeldet, ein nicht geringer Anteil davon dürfte im Essener Süden zu Hause sein. Zum besseren Austausch wurde vor einigen Wochen die Facebookgruppe „Hund & Mensch in Rüttenscheid“ ins Leben gerufen, in der mittlerweile mehr als 100 Hundehalter verzeichnet sind.

Wir haben Initiatorin Stefanie Brecklinghaus und einige Mitstreiterinnen wie Barbara Vieth und Claudia Wißkirchen im Christi­nenpark getroffen, um über die Probleme und Chancen zu sprechen, die ein dicht besiedelter Stadtteil wie Rüttenscheid in der Hundehaltung mit sich bringt.

Wie kam es zu der Idee, die Hundebesitzer im Stadtteil besser zu vernetzen?

Stefanie Brecklinghaus: In der Gruppe sollen sich Hundehalter kennenlernen können, aber auch Rat und Hilfe bekommen, wenn sie etwa einen guten Tierarzt suchen oder sich anderweitig Unterstützung von Gleichgesinnten erhoffen. Eine 76-Jährige aus unserer Gruppe hat über diesen Weg jemanden gesucht, der sie beim Spaziergehen mit ihrem Hund begleitet. Uns geht es in erster Linie über den Austausch über die Hundehaltung im Stadtteil.

Viel Verkehr, noch mehr Menschen, kaum Freiflächen: Kann man Hunde in Rüttenscheid überhaupt artgerecht halten?

Stefanie Brecklinghaus: Es kommt immer darauf an, was man als Mensch dem jeweiligen Tier anbietet – und da ist es völlig egal, wo man wohnt. Allerdings könnte es den Hundehaltern vielfach leichter gemacht werden – zum Beispiel mit mehr Mülleimern, in denen man die Hinterlassenschaften entsorgen kann. Und mit einer eingezäunten Hundewiese.

Hundewiesen gibt es doch. Am Haumannplatz und am Moltkeplatz zum Beispiel.

Barbara Vieth: Ja. Aber in Essen ist nicht eine einzige öffentliche Hundewiese eingezäunt. Speziell am Moltkeplatz, wo direkt neben der Hundewiese ein Spielplatz ist, birgt das natürlich Konflikte. Ich fahre mit meinen Hunden jeden Tag zum Auberg nach Mülheim, wo es ein solches Angebot gibt. Dabei ließe sich in Essen zum Beispiel im Stadtgarten eine zentrale und eingezäunte Hundewiese realisieren – wir brauchen ja gar nicht viel Platz.

Dieser Vorschlag dürfte auch auf Gegenwind stoßen.

Barbara Vieth: Mit der Hundehaltung in der Stadt ist es wie in vielen anderen Bereichen: Mit etwas weniger ich und etwas mehr wir wäre allen geholfen. Das ist besonders auf der Grugatrasse zu beklagen, wo Radfahrer, Jogger, Spaziergänger und Hundehalter nach meiner Beobachtung besonders häufig aneinander geraten.

Haben Sie Tipps, wo im Viertel man besonders gut mit Hunden spazieren kann?

Claudia Wißkirchen: Ich bin mit meinen Hunden am liebsten in dem Waldstück zwischen Grugapark und Margarethenhöhe am Lührmannwald unterwegs. Dort können die Hunde frei laufen und es herrscht so etwas wie ein stillschweigendes Einverständnis darüber.


Barbara Vieth: Die Schillerwiese oben am Stadtwald ist auch gut geeignet. Wenn ich aber auf Nummer sicher gehen will, dass sich die Hunde ungestört austoben können, fahre ich zum Auberg.

 
 

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