Essen

Hund reißt kleines Rehkitz in Essen – darum gilt der Hundehalter jetzt als Wilderer

Ein Hund hat im Schellenberger Wald in Essen ein Rehkitz gerissen.
Ein Hund hat im Schellenberger Wald in Essen ein Rehkitz gerissen.
Foto: GGE

Essen. Passanten im Schellenberger Wald in Essen-Heisingen machten vergangene Woche eine traurige Entdeckung. Unweit der Heisinger Straße fanden sie ein bewegungsunfähiges Rehkitz.

Sie riefen die Polizei. Der von den Beamten informierte Jagdaufseher fand das erst vier Wochen alte Rehkitz tot am Wegesrand.

Durch die Bissverletzungen konnte der Jagdaufseher erkennen, dass das Rehkitz von einem Hund gerissen wurde. Es verblutete innerlich.

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Den Vorfall nimmt „Grün und Gruga“ nun zum Anlass, an alle Essener Hundehalter zu appellieren: Passt auf eure Hunde auf! Sie dürfen auf dem Stadtgebiet nur auf befestigten Wegen geführt werden. Der Besitzer hat jedes eigenständige Suchen oder Jagen von Tieren sofort zu unterbinden.

Hund reißt Rehkitz in Essen: Halter droht Geld- oder sogar Haftstrafe

„Gerade in der aktuellen Jahreszeit beherbergt der Wald viele wildlebende Jungtiere, beispielsweise auch bodenbrütender Vögel. Daher ist ein besonders rücksichtsvoller Umgang der Hundebesitzerinnen und –besitzer gefordert“, heißt es von der Stadt.

Der Forstschutzbeauftragte in Essen leitete gegen den unbekannten Hundehalter ein Verfahren aufgrund des Verdachts auf Wilderei ein. Ihm droht eine Geldstrafe, im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren.

+++ Du lässt deinen Hund gerne ohne Leine laufen? Das könnte teuer werden +++

„Wer seinen Hund im Wald unangeleint abseits der Wege laufen lässt, nimmt fahrlässig in Kauf, dass Waldtiere zu Schaden kommen“, erklärt Stadtsprecherin Jasmin Trilling.

„Jeder Wald ist ein Jagdgebiet, in dem man seinen Hund innerhalb von Sekunden unter Kontrolle haben muss. Kommt durch so ein unvorsichtiges Verhalten ein Tier zu schaden, gilt das bereits als Wilderei.“

 
 

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