Essen

Hooligans patrouillieren auf dem Essener Weihnachtsmarkt - das sagt die Polizei zu der Gruppe

Foto: Funke Foto Services

Essen. Laut eigener Aussage wollen sie mit Spaziergängen für Sicherheit sorgen. Rund 30 Hooligans sollen in dieser Woche durch die Essener Innenstadt gezogen sein. Ihr Ziel dabei: den Weihnachtsmarkt beschützen.

Auf der Facebook-Seite „Deutsche Patrioten“ wurde am Dienstagabend ein Foto gepostet. Darauf zu sehen: 30 Männer, allesamt stämmig, allesamt mit schwarzen Kapuzenjacken.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Sohn erhebt schwere Vorwürfe: Hat die Postbank einen 90-jährigen blinden Rentner rausgeschmissen?

Nach nur zwei Monaten schon kaputt - Darum hat der LED-Vorhang auf dem Willy-Brand-Platz lauter Bildstörungen

-------------------------------------

„Nach dem erfolgreichen und vor allem für die Frauengrabscher beeindruckenden ersten Spaziergang über den Essener Weihnachtsmarkt waren auch heute wieder Hools unterwegs und haben Präsenz gezeigt“, schreiben sie zu dem Foto.

„Kaum rauft sich ein Dutzend deutscher Männer zusammen, suchen Nafris und andere schnell das Weite“ heißt es in dem Facebookposting weiter.

Mehr als 1500 mal wurde der Beitrag bis Mittwochnachmittag geteilt. Am Donnerstag dann war der Post nicht mehr öffentlich zugänglich.

Was genau die Gruppe auf dem Weihnachtsmarkt gemacht hat, weiß die Polizei nicht. Sie kann einen solchen „Spaziergang“ weder bestätigen noch dementieren. Von dem Foto wisse man aber, so Annika König.

Gewaltmonopol liegt beim Staat

„Uns sind keinerlei Straftaten dieser Gruppe bekannt", sagt die Sprecherin der Essener Polizei auf Nachfrage von Der Westen. Und betont: Sollte die Gruppe anfangen, selbst für Ordnung sorgen zu wollen, werde die Polizei eingreifen. Schließlich liege das Gewaltmonopol beim Staat.

Bereits vor Monaten habe sie sich intensiv mit der Stadt und den Weihnachtsmarkt-Organisatoren beraten und ein Sicherheitskonzept erstellt. Dieses umfasse nicht nur Terroranschläge, sondern auch Diebstähle oder Streitereien zwischen Weihnachtsmarktbesuchern.

Eine Gruppe wie die Hooligans, über die die „Deutschen Patrioten“ berichtet haben, brauche es daher nicht. Die Polizei sorge für die Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt, so König.

Beamte sollen bei künftigen Spaziergängen ein Auge auf die Gruppe haben. (ds)

 
 

EURE FAVORITEN