Hohe Qualität auf der Bühne

Foto: WAZ

Es klang und sah aus nach Champions League. Tänzerische und musikalische Sterne funkelten am Himmel. Wettbewerbs-Preisträger zeigten mit Hingabe ihr Können. Keine Wunderkinder im Sinne Mozarts, aber doch Meisterschafts-Anwärter. Alexander Baldiskins, Jahrgangsstufe 10, tanzte zum Beispiel nach eigener Choreographie.

„Talente Werden“ - Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums an der Grafenstraße zeigten auf der Bühne ihrer Aula ihr Können.

Germanistik statt Musik

„Vorsichtig wird eine Idee entwickelt, an der man Gefallen findet – die Vorstellung einer neuen Welt, einer neuen Möglichkeit ….“ moderierte Musiklehrer Dr. Jan Buhr die Zusammenfassung der Sonate 13 und 14 von Beethoven zur Mondscheinsonate. Sie präsentierte der 14-jährige Alexander Brzoska auf dem Klavier – er, der auch talentiert im Umgang mit der Klarienette ist, ist Jungstudent am Precollege, besuchte Meisterkurse und gehört dem Schulorchester an.

Bei Sonja Funke, Violonistin der Jahrgangsstufe 12 und ihrer Klavierbegleitung, erahnte man in der Romanze op. 26 von Johan Svendsen die große Weite und Natur der skandinavischen Fjorde. Die Preisträgerin des Landeswettbewerbs Jugend musiziert ist die einzige Schülerin des Werdener Gymnasiums, die bei einem früheren Konzert als Tänzerin und Musikerin ihr Talent auf der Bühne zeigte. Darin sieht sie nicht ihre Zukunft, sondern im Germanistik-Studium.

Talente Werden – die Veranstaltung ist bei der 10. Auflage längst zum Klassiker geworden. Die Aula war dicht besetzt. Mit Interessierten, Eltern, Geschwistern, Verwandten und Schülern. Mehr als 30 Nachwuchskünstler präsentierten 21 Programmpunkte.

Die hatte Initiator und Organisator Buhr in drei Blöcke aufgeteilt: Musik – Tanz – Musik. Angefangen hatte es mit Ludwig van Beethovens Klavierstück a-Moll „Für Elise“ – dargeboten von der zehnjährigen Malaika Koprowski, die auch Klarinette spielt und Ballett tanzt.

Einen asiatischen Hauch mit bunter Kleidung und leichten Papier-Schirmen ließ der Chinesische Tanz (aus „Der Nussknacker“, Musik Peter Tschaikowski) verspüren. Die Klasse 6 mit Marie Kjerrumgaard, Luana Solazzo, Yuna Trombach, Henrik Bokis, Hannes Lüttringhaus und Leon Schmidt zeigte ihn.

Das Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier brachten den Gästen die Tanzmusik des Amerikaners Peter Schickele näher. Der Projektkurs Tanz der Stufe elf wartete mit „Duette und Trios“ auf, begleitet von der Musik von Salvatore Sciarrino, Choreographie Erika Winkler. Klaudia Skibinski, Jahrgangsstufe 8, erhielt schon im vierten Lebensjahr Klavierunterricht, ist mehrfache Preisträgerin, unter anderem der S-Klasse der Folkwang Musikschule zugehörig. Sie interpretierte Sergei Rachmaninows Vocalise op. 34. Der Klavier-Walzer von Frederic Chopin war Sophie Molkentin, Klasse 9, vorbehalten. Sie setzte den Schlusspunkt.

 
 

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