Essen

„Hört auf zu jammern! Ihr habt euch den Job ausgesucht“ - heftige Diskussion über die Streichung der verkaufsoffenen Sonntage in Essen

Der Limbecker Platz in Essen: Auch hier wird es 2017 keinen verkaufsoffenen Sonntag geben. Gut oder schlecht?
Der Limbecker Platz in Essen: Auch hier wird es 2017 keinen verkaufsoffenen Sonntag geben. Gut oder schlecht?
Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ FotoPool
  • Alle 28 verkaufsoffenen Sonntage in Essen sind gekippt worden
  • Das hat eine große Diskussion bei Facebook hervorgerufen
  • Hier einige Auszüge

Essen. Alle 28 verkaufsoffenen Sonntage in Essen sind gekippt worden. Diese Nachricht hat auf der Facebookseite von DER WESTEN für große Diskussionen gesorgt.

Lena H. zum Beispiel findet es gut, dass die Sonntage gekippt worden sind. Sie schreibt: „Die Geschäfte haben sechs Tage die Woche auf, das dürfte ja wohl reichen. Finde es auch richtig schlimm, wenn die Leute sonntags zu Lidl gehen und einen Großeinkauf machen!“

Knappes Familienleben

Auch Gordon G. sieht das so und thematisiert das Familienleben: „Finde ich super. Da sollten sich andere Städte ein Beispiel dran nehmen. Verkaufsoffene Sonntage sind so überflüssig wie ein Kropf und machen das eh schon knappe Familienleben noch knapper.“

Als einen Tag der Ruhe stellt sich Christian P. den Sonntag vor. Er sagt: „Noch vor 25 Jahren war samstags um 14 Uhr Schluss. Dann kehrte Ruhe ein und eine Stille kam über den Wohnort. Heute hast du sieben Tage die Woche nur noch Action, Hektik und genervte Leute.“

Einige Leser finden die Entscheidung aber auch schlecht, die verkaufsoffenen Sonntage zu kippen

Es gibt aber auch andere Stimmen in dieser Debatte. Zum Beispiel die von Alex G. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt und erstarkendem Onlinehandel: „Dann soll sich niemand aufregen, dass man im Internet einkauft. Völlig unsinnig. Man braucht sicherlich nicht alle 28, aber ein paar fände ich gut.“

Ähnliches befürchtet auch Sabine M.: „Alle verkaufsoffene Sonntage zu kippen, halte ich für dumm. Weniger ist durchaus richtig und auch im Sinne der Angestellten. Die Einkaufswilligen werden nun abwandern in andere Städte und machen dort Umsatz.“

„Ihr habt euch den Job doch ausgesucht“

Andre M. sagt, er müsse auch sonntags und an Feiertagen arbeiten. Er fordert: „Hört auf zu jammern. Ihr habt euch den Job doch ausgesucht. Ich finde verkaufsoffene Sonntage gut, ein bisschen Livemusik und Rahmenprogramm. Klasse, ich geh immer gerne hin.“

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