Essen

Mediziner erklärt: Darum solltest du bei diesem Wetter kein Leitungswasser trinken

Was du bei diesen Temperaturen am besten vermeidest, hat Prof. Clemens Kill erklärt.
Was du bei diesen Temperaturen am besten vermeidest, hat Prof. Clemens Kill erklärt.
Foto: Patrick Seeger / dpa

Essen. In dieser Woche hat die Hitzewelle ganz NRW im Griff und die Temperaturen klettern am Donnerstag auf fast 40 Grad. Chronisch kranke oder ältere Menschen sind besonders gefährdet.

Angesichts der extremen Temperaturen sollte aber jeder auf seine Lebensweise achten.

Professor Clemens Kill ist Direktor des Zentrums für Notfallmedizin an der Uniklinik Essen. Er erklärt die Symptome, die dein Körper angesichts der Hitze haben kann - und was dagegen zu tun ist.

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Es gebe drei verschiedene Krankheitsbilder, die bei Hitze auftreten können. Am häufigsten trete die Hitzeerschöpfung auf, erklärt der Mediziner im Gespräch mit DER WESTEN. Das passiert, wenn du zu wenig trinkst und zu viel schwitzt. Dieser Flüssigkeitsverlust führe dann zu Kreislaufproblemen.

Wenn die Temperaturregulierung wirklich gestört ist, dann kannst du einen Hitzeschlag erleiden, weil die Körpertemperatur immer weiter steigt.

Extremes Wetter in NRW: Hitzeerschöpfung, Hitzeschlag und Sonnenstich

Wenn es gar nicht so heiß ist, aber die Sonne dir lange auf den Kopf knallt, kannst du trotzdem einen Sonnenstich bekommen. Das äußert sich dann in starken Kopfschmerzen.

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Viel trinken ist bei den Temperaturen wichtig

Deshalb: viel trinken. „Und nicht erst, wenn man schon Kopfschmerzen verspürt“, sagt der Mediziner. Dabei solltest du zu Mineralwasser oder Fruchtschorlen greifen. Lieber kein Leitungswasser, da du beim Schwitzen wichtige Mineralstoffe wie Kalium oder Natrium verlierst, die du wieder aufnehmen solltest. Und diese Stoffe sind im Leitungswasser oft nicht ausreichend enthalten.

Sport lieber nur morgens machen

Und wenn du Sport im Freien machen möchtest, dann lieber nur früh morgens um 5 Uhr. „Bei 36 Grad im Schatten Sport zu machen wäre blödsinnig“, betont der Experte.

Noch ist die Notaufnahme an der Uniklinik nicht überfüllt

Die Situation in der Notaufnahme der Uniklinik sei im Moment noch entspannt. „Die Zahl der Patienten hat sich nicht schlagartig verdoppelt“, so Kill. Wenn ältere Menschen Kreislaufprobleme bekämen, wäre dies erst meist nach drei Tagen in einer solchen Hitze.

Aber es sei auch keine Katastrophentemperatur. „Wir haben ausnahmsweise mal Sommer“, ordnet der Mediziner ein. Deswegen sollten öfter Pausen eingelegt werden. Halte dich im Schatten auf und trinke viel.

Dieser Text erschien erstmals im Juli 2018.

 
 

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