Hickhack um Beitrag für Essener Folkwang-Musikschule

Eine Essenerin hatte Ärger mit einer Abbuchung für den Geigen-Unterricht ihres Sohnes.
Eine Essenerin hatte Ärger mit einer Abbuchung für den Geigen-Unterricht ihres Sohnes.
Foto: Waz FotoPool
Die Essenerin Susanne Nocke hatte 2009 eine Einzugsermächtigung für den Geigen-Unterricht ihres Sohnes widerufen. Die Stadt buchte im Dezember 2013 einen Monatsbeitrag trotzdem hierüber von ihrem Konto ab. Nocke ließ den Beitrag zurückbuchen. Die Stadt auch. Ein Hickhack mit Happy End.

Essen.. Zum 1. Februar werden IBAN und BIC die Kontonummern und Bankleitzahlen bei Überweisungen und Lastschriften in Euro ersetzen. Die Stadt hatte über die Umstellung schon Anfang Dezember Bürger und Firmen schriftlich informiert. Dass bei einer solchen Sache Fehler unterlaufen können, hatte Ralf Macher, Leiter der Zahlungsabwicklung in der städtischen Finanzbuchhaltung, gegenüber unserer Zeitung betont. Eine Betroffene hat sich jetzt gemeldet: Susanne Nocke.

Die 39-Jährige gehörte zu denen, die von der Stadt Anfang Dezember Post erhielten. Was Nocke wunderte: Sie wurde darüber informiert, dass die von ihr erteilte Einzugsermächtigung für einen Geigen-Kurs ihres Sohnes in der Grundschule als neues so genanntes Sepa-Mandat weiter genutzt werden könne. Was die Frau irritierte. Denn: „Ich hatte diese Einzugsermächtigung bei der Folkwang-Musikschule 2009 widerrufen, als mein Sohn nicht mehr am Unterricht teilnahm.“ Nocke war davon ausgegangen, dass die Kündigung des Unterrichts an die Stadt weitergegeben worden war. „Was offenbar nicht richtig funktionierte.“

„Wo Menschen arbeiten, passieren eben Fehler“

Im November 2012 meldete Nocke ihren Sohn erneut zum Geigen-Unterricht an der Folkwang-Musikschule an. „Den monatlichen Beitrag ließ ich jetzt per Dauerauftrag durch meine Bank anweisen.“ Offenbar kam es beim Zahlungseingang bei der Stadt im Dezember vergangenen Jahres zu einer Verzögerung. Diese nutzte die alte, nicht gelöschte Einzugsermächtigung, um ans Geld für den Unterricht zu kommen. Noske: „Ich habe die 56 Euro auf mein Konto zurückbuchen lassen.“ Die Stadt habe den Beitrag erneut abgebucht, „mit Rückbuchungs-Gebühr und der Anmahnung einer Zwangseintreibung“.

Die Essenerin nahm persönlich Kontakt zur städtischen Finanzbuchhaltung auf. Das Missverständnis klärte sich auf. „Wo Menschen arbeiten, passieren eben Fehler.“ Ralf Macher von der städtischen Finanzbuchhaltung: „Normalerweise hätte es reichen müssen, wenn Frau Nocke der Folkwang-Musikschule sagt, dass sie ihre Einzugsermächtigung zurückzieht. Darüber müsste die Schule uns dann informieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich in einem solchen Fall direkt an uns wenden.“

 
 

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