Guter Zweck und schöne Geste

Musizieren für den guten Zweck war bei diesem Benefizkonzert einer speziellen Gruppe von Immigranten gewidmet: sozial bedürftigen und hochqualifizierten Zuwanderern, die der im vergangenen Jahr gegründete Verein „Intez“ durch Stipendien zur Nachqualifizierung und Unterstützung bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen fördert. Die sozialpolitische Bedeutung dieser Integrationsarbeit würdigten sowohl Evonik-Chef Klaus Engel als Sponsor als auch Bürgermeister Rudolf Jelinek seitens der Stadt Essen.

Für das von Kultur-Berater Oliver Scheytt moderierte Programm sorgten diverse Formationen der Folkwang Universität, aber auch das Damascus String Quintett, Mitglieder des syrischen „Expat Philharmonic Orchestra“, die besonders herzlich vom Publikum in der Kreuzeskirche begrüßt wurden und zeitgenössische Werke aus ihrer Heimat von MAias Alyamani und Jehad Jazbeh zu Gehör brachten. Harmoniemusik, die zarte und freudig-tänzerische Elemente vereinigt und stets einen Hauch von Wehmut durchschimmern lässt.

Umrahmt von festlichen Barockklängen des mehr­chörigen Blechbläserensembles agierten mit Konzertchor, Frauenchor und achtköpfigem Vokalensemble drei Folkwang-Gesangsorgane, letzteres in bestechender, reintöniger a-cappella-Kultur. Hornist Frank Lloyd holte in einer freien Meditation über den Beatles-Song „Hey Jude“ alle Facetten aus seinem Instrument, während der junge Bariton Georgios Iatrou vom Aalto-Theater die Korngold-Arie „Mein Sehnen, mein Wähnen“ mit spätromantischem Schmelz aussang, für den sich Folkwang-Streicher und syrischen Gäste zusammentaten – welch schöne Geste!

 
 

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