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Grüne Hauptstadt Europas – das hat sie der Stadt Essen gebracht

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Korte-Klippe in Essen Foto: imago/Gottfried Czepluch
  • Stadt zieht Bilanz für Grüne Hauptstadt Europas
  • 450 Projekte wurden ins Leben gerufen
  • Touristischer Aufschwung

Essen. 

Nach dem Jahr der Grünen Hauptstadt ist vor dem Jahrzehnt der Grünen Hauptstadt: Für Oberbürgermeister Thomas Kufen, Projektleiter Ralph Kindel und alle anderen Beteiligten der Grünen Hauptstadt Europas geht es jetzt erst richtig los.

Zum Abschluss des Grüne-Hauptstadt-Jahres zogen die Projektleiter Bilanz – und zeigten sich hochzufrieden.

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„Wir haben uns als europäische Stadt gezeigt – auch wenn wir uns damit in der Stadt und in anderen Bundesländern nicht überall beliebt gemacht haben“, sagt Thomas Kufen.

Für ihn sind die Gewinner des Jahres eindeutig die Emscher und die Ruhr. Beide seien deutlich sauberer geworden, wurden mehr erschlossen und zum Beispiel der Eschmer-Ausbau dauert noch einige Jahre an.

Im Baldeneysee durfte wieder geschwommen werden

Über 1000 Bäume wurden gepflanzt, erstmals seit 46 Jahren durfte im Baldeneysee wieder geschwommen werden, 100.000 Blumenzwiebeln und 50.000 Stauden wurden gepflanzt und 210 Bürgerprojekte ins Leben gerufen.

Außerdem hat es der Stadt Essen ein touristisches Hoch wie zuletzt das Kulturhauptstadtjahr gegeben. 120.000 zusätzliche Übernachtungen sowie 384.000 zusätzliche Besuche von Tagestouristen wurden in einem vergleichsweise messeschwachen Jahr gezählt.

Touristischer Aufschwung

Simone Raskob von der Stadt Essen betont: „Den touristischen Aufschwung sieht man zum Beispiel auch anhand der Besucherzahlen in der Gruga. 80.000 Menschen mehr kamen dorthin als noch 2016. Insgesamt wurden 1,1 Millionen Besucher gezählt. So viele wie seit zehn Jahren nicht.“

Für die Stadt ist die Grüne Hauptstadt Europas ein voller Erfolg. Gerade in Stadtteilen wie Altendorf seien die Menschen aufeinander zugegangen und haben rege an den Aktionen teilgenommen.

Älteste Volunteer ist 80 Jahre alt

158 Volunteers haben an der Grünen Hauptstadt mitgearbeitet, die älteste war 80 Jahre, die jüngste gerade 19 Jahre alt.

Eine Volunteer ist begeistert vom vergangenen Jahr: „Beim Kulturhaupstadtjahr durften wir zu Projekten gehen, die für uns gemacht wurden. Jetzt durften wir die Projekte selbst gestalten. Dadurch habe ich meine Stadt, die Menschen und das Leben in der Stadt nochmal ganz anders wahrgenommen.“ (fb)