Gründerin bietet geschmückte Weihnachtsbäume zum Mieten an

Anke Ohlenhoff mit ihrem kleinsten Baum, der 2,10 Meter hoch ist und nach dem Modell „Florenz“ geschmückt wird.
Anke Ohlenhoff mit ihrem kleinsten Baum, der 2,10 Meter hoch ist und nach dem Modell „Florenz“ geschmückt wird.
Foto: Kerstin Kokoska
  • Anke Ohlenhoff bietet mit ihrem Unternehmen „Easy Christmas“ Miet-Weihnachtsbäume an
  • Abnehmer der Kunsttannen sind vor allem Firmen mit Kundenfrequenz
  • Größter Baum kostet 832 Euro Miete für bis zu zwei Monate

Essen-Bergerhausen.  Während für die meisten Menschen an diesem ersten Adventswochenende die Einstimmung auf die Weihnachtszeit beginnt, hat Anke Ohlenhoff bereits im September die ersten Bäume geschmückt: „Easy Christmas“ heißt das junge Unternehmen, mit dem die 47-Jährige geschmückte Weihnachtsbäume vermietet.

In einer Lagerhalle an der Max-Keith-Straße in Bergerhausen türmen sich Weihnachtskugeln, Anhänger und Lichterketten; allein der 3,60 Meter hohe Baum des Modells „Las Vegas“ ist mit rund 1000 Teilen behangen: „Etwa zehn Stunden dauert es, bis der große Baum geschmückt ist. Wenn aber am Ende die Lichterkette eingeschaltet wird, belohnt das für jede Mühe“, sagt Anke Ohlenhoff, der die zündende Idee bei ihrer früheren Arbeit in einem Einrichtungshaus kam.

Idee kam als Dekorateurin in einem Einrichtungshaus

Als Dekorateurin sei sie dort oft von Kunden angesprochen worden, die ihre Weihnachtsbäume bewundert hätten. „Ich wurde oft gefragt, ob ich auch auswärts Bäume schmücke“, sagt Anke Ohlenhoff, die schließlich jede Menge Mut und Unternehmergeist zusammennimmt und eine GmbH gründet.

Vier Weihnachtsbaum-Modelle umfasst ihr Portfolio: „Ich wollte im ersten Jahr klein anfangen und gucken, was beim Kunden ankommt“, sagt sie. Neben dem knallig bunten Baum „Las Vegas“ gibt’s noch den Klassiker „Garmisch“ in Rot und Gold und mit „Florenz“ einen elegant-modernen Baum in den Trendfarben grau und türkis. Was alle gemeinsam haben, ist ihre Beschaffenheit: Alle Weihnachtsbäume sind aus Kunststoff.

„Das habe ich bewusst so gewählt – bei echten Bäume hätte ich zu wenig Zeit, und der Transport wäre kompliziert. Außerdem lassen sich die Mietbäume im nächsten Jahr wieder verwenden, während echte Bäume sechs Jahre wachsen müssen, ehe sie die richtige Größe haben“, erklärt Anke Ohlenhoff, die auf Wunsch sogar den passenden Geruch zum Kunstbaum mitliefert: Der wird in Gelkissen im Baum versteckt und versprüht Tannennadel-Duft.

Größter Baum kostet 832 Euro Miete

Zu den Baumabnehmern der Gründerin gehören vorwiegend Unternehmen mit viel Kundenfrequenz, darunter etwa das Modehaus Mensing. Auch Privatleute können die Bäume samt Auf- und Abbau bis zu zwei Monate mieten – das hat allerdings seinen Preis: Das kleinste Modell mit einer Größe von 2,10 Metern gibt’s zum Preis von 356 Euro, der größte Baum schlägt mit 832 Euro zu Buche.

Für Anke Ohlenhoff, die sich mit dem Unternehmen ein hauptberufliches Standbein schaffen möchte, läuft das Weihnachtsgeschäft das ganze Jahr: Schon jetzt steckt sie in den Vorbereitungen für 2017. „Die Bestellungen müssen bis März raus, damit die Übersee-Container mit dem Baumschmuck pünktlich ankommen“, erklärt Anke Ohlenhoff, die den Baum fürs eigene Zuhause in Mülheim noch immer nicht geschmückt hat. Aber bis zum Weihnachtsfest ist ja auch noch einen Monat Zeit.

Drei Tipps von Anke Ohlenhoff zum Baumschmücken:

>>>Als erstes wird natürlich die Lichterkette angebracht. Ich kann nur empfehlen, sie beim Abschmücken des Baums ordentlich aufzuwickeln. Das erspart lästiges Auseinanderzwirbeln 2017.

>>>Große Christbaum-Kugeln werden zuerst gleichmäßig angebracht. So bekommt man eine erste Symmetrie in den Baum. Trendfarben sind Grau, Tannengrün, Gold und Silber.

>>> Äste, die zum Stamm hin dünn auslaufen, können mit kleinen Kugeln optisch aufgefüllt werden. Dafür binde ich drei kleine Kugeln mit Draht aneinander und befestige sie gemeinsam am Baum.

 
 

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