Großmarkt Frischeparadies – Paradies für Feinschmecker

Betriebsleiter Christoph Wlotzki gab etwa 40 Leserinnen und Lesern einen exklusiven Einblick ins Frischeparadies im Nordviertel. Fotos: Eva Adler/ FUNKE Foto Services
Betriebsleiter Christoph Wlotzki gab etwa 40 Leserinnen und Lesern einen exklusiven Einblick ins Frischeparadies im Nordviertel. Fotos: Eva Adler/ FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
40 Leser schauten hinter die Kulissen des Frischeparadieses. Der Großmarkt für Gourmets beliefert auch den Bundesligisten Bayer Leverkusen.

Essen.. Echter Prosciutto di Parma, argentinisches Rinderfilet, Hummer aus Kanada: Das Frischeparadies an der Lützowstraße ist ein Tempel für Feinschmecker – Delikatessen aus aller Welt lassen sich hier einkaufen. Betriebsleiter Christoph Wlotzki gab rund 40 Lesern unserer Zeitung einen exklusiven Einblick in den Großmarkt für Gourmets.

Zwischen meterhohen Regalen mit feinsten Nudeln und Kühlfächern mit hochwertigen Garnelen steht die Besuchergruppe und lauscht den Worten des Marktleiters. Er erklärt, wie das Geschäft mit dem guten Essen läuft. „Wir sind in dem, was wir machen, der Marktführer in Deutschland“, sagt Wlotzki. Frischeparadies betreibt in Deutschland und Österreich insgesamt neun Filialen – von Innsbruck bis Hamburg. Den Ableger im Essener Großmarkt gibt es seit 2004, das Unternehmen übernahm das Geschäft damals von einem Familienbetrieb.

Essener Frischeparadies liefert auch nach Russland

Gastronomen oder Hoteliers gehören zu den Kunden – nicht nur in Essen, sondern international: „Wir liefern nach Mallorca, aber auch nach Russland oder ins Baltikum.“ Auch einen Bundesligaverein zählt das Frischeparadies zu seinen Abnehmern – der kommt allerdings nicht aus dem Revier. Wlotzki: „Bayer Leverkusen ist die einzige Fußballmannschaft, die für uns wichtig ist. Wenn die gegen einen spanischen Gegner spielen, brauchen wir Iberico-Schwein.“

Den Großteil des Umsatzes macht das Unternehmen über Auslieferungen. Die Abwicklung läuft übers Telefon, wo sogenannte „Foodbroker“ mit den Kunden im Kontakt stehen, quasi Börsenmakler für Feinkost. „Die Belieferung wird für uns immer wichtiger“, sagt Wlotzki. „Die wenigsten Gastronomen kommen heute noch in den Laden.“ So herrscht dann vor allem am frühen Morgen großes Gewusel, wenn die Lastwagen sich in Richtung der Restaurants, Caterer und Hotels aufmachen. „Um 4 Uhr geht der erste Wagen nach Bielefeld, ab 7 Uhr sind die Essener Gastronomen dran.“

Doch auch das Geschäft mit den Nichtprofis hat für das Frischeparadies einen immer höheren Stellenwert. Sechs Tage in der Woche ist der Markt für Privatkunden geöffnet, jeder kann hier einkaufen. Einmal im Monat gibt es eine Aktion, dann sind alle Artikel des überwiegend hochpreisigen Sortiments um 15 Prozent reduziert.

Warum 500 Gramm Hummer 38 Euro kosten

An diesem Nachmittag geht es eher ruhig zu. So hat Christoph Wlotzki viel Zeit, den Lesern die Eigenheiten beim Garnelenkauf zu erläutern und über die Herstellung von argentinischem Campo Beef und kanadischem Hummer aufzuklären. „Die Hummer werden unter Hochdruck in wenigen Sekunden getötet und anschließend roh verpackt und gefroren.“ Dadurch bleibe die Qualität erhalten und den Tieren der qualvolle Tod im heißen Kochtopf erspart. Das hat seinen Preis: 500 Gramm kosten rund 38 Euro.

Die Feinkost-Tour führte die Leser auch durch die Büroräume und die Kühlhäuser. Zwar bibbern die meisten Besucher bei Temperaturen von null Grad in ihren T-Shirts und dünnen Hemden, gefallen hat es aber allen. „Essen und Trinken ist für uns ein schönes Hobby“, sagt Dieter Seeger, der mit seiner Frau Angelika aus Heidhausen gekommen war. „Deshalb war die Führung für uns sehr informativ.“ Und Leserin Gabriele Olsberg meint: „Ich bin ganz begeistert und muss gleich noch mal ganz in Ruhe durchschauen.“

 
 

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