Essen

Großes Polizei-Aufgebot beim Libanesen-Prozess in Essen ++ Heute soll das Urteil fallen

Felix Laurenz
Vor dem Gericht ist ein großes Polizeiaufgebot zu sehen.
Vor dem Gericht ist ein großes Polizeiaufgebot zu sehen.
Foto: Felix Laurenz

Essen. Seine Tat hat viele Essener schockiert. Im April verübte Mahmoud M. (47) einen brutalen Anschlag auf den 21 Jahre alten Deutsch-Libanesen Mohammed E.

Vor dem Restaurant „Arabesk“ an der Friedrich-Ebert-Straße schoss er sechs Mal auf den jungen Mann. Mohammed E. erlag zwei Monate später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Heute soll das Urteil vor dem Essener Landgericht fallen.

Vor dem Gericht ist ein großes Polizeiaufgebot aufgefahren. Allein im Eingangsbereich stehen ein Dutzend Polizisten.

Der Gerichtssaal ist voll.

Als Nebenkläger anwesend: die Eltern von Mohammed E.

Der Anschlag war offenbar Teil einer Fehde innerhalb der libanesischen Familie. Wenige Stunden vor den Schüssen hatten Männer in der Essener Innenstadt auf den Bruder von Mahmoud M. eingestochen. Die Angreifer waren Verwandte des später erschossenen Mohammed E.

Die Staatsanwaltschaft beantragte lebenslängliche Haft für Mahmoud M. Außerdem soll die besondere schwere der Schuld festgestellt werden. Damit wäre eine Haftprüfung nach 15 Jahren ausgeschlossen. M. würde wohl bis zu 20 Jahre im Gefängnis verbringen.

Auch interessant:

Großes Polizei-Aufgebot beim Libanesen-Prozess in Essen ++ Gleich fällt das Urteil