Essen

Groß-Razzia gegen Kriminalität im Essener Norden: Polizei mit 300 Beamten im Einsatz

Die Polizei ist in Essen gegen Kriminalität im Nordviertel vorgegangen.
Die Polizei ist in Essen gegen Kriminalität im Nordviertel vorgegangen.
Foto: dpa

Essen. In der nördlichen Innenstadt von Essen hat es am Donnerstagabend eine groß angelegte Razzia gegeben. Die Polizei hat dabei sechs Personen festgenommen und mehrere Kilo an Tabak und Rauschgift sichergestellt.

Insgesamt seien rund 800 Personen und mehrere Dutzend Gebäude durchsucht worden. Die Gegend sei ein Kriminalitätsschwerpunkt, sagte ein Polizeisprecher.

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Neben etwa 300 Polizisten waren auch 70 Mitarbeiter städtischer Behörden sowie Beamte von Zoll und Finanzamt an dem Einsatz beteiligt.

Nordviertel Essen: Hundertschaften und Zoll durchsuchen Shisha-Bars

Durchsucht wurden etwa Shisha-Bars und Gaststätten. Bereits nach einer Stunde nahm die Polizei nach Angaben des Sprechers einen mit Haftbefehl gesuchten Mann fest.

Festgenommen wurden auch mehrere Personen, die zur Abschiebung ausgeschrieben waren. Zwei Täter wurden bei dem Versuch, Autos aufzubrechen, ertappt und festgenommen. Zudem wurde 30 Verkehrsverstöße geahndet.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) war auch in Essen

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) begleitete den Einsatz. „Wir wollen zeigen, dass der Staat da ist, dass die Polizei sich kümmert“, sagte er am Rande.

Das Essener Nordviertel war in der Vergangenheit häufig Austragungsort gewalttätiger Auseinandersetzungen libanesischer Familienclans. Immer wieder gab es Polizeieinsätze, bei denen sich die Beamten mehreren Dutzend Clanmitgliedern gegenüber sahen, die sich provokant verhielten.

Polizei in Essen will Präsenz zeigen

Der Einsatz diene auch dazu, Präsenz zu zeigen, sagte ein Polizeisprecher. Man wolle damit dem oft respektlosen Verhalten dieser Personengruppen entgegentreten. (dpa/lin)

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