Essen

Größtes Fußballstadion Essens, dann Flüchtlingsheim, heute geheimnisvoller Lostplace – diesen Ort musst du gesehen haben

So verfallen ist das Stadion-Mathias-Stinnes

Das Stadion-Mathias-Stinnes in Essen-Karnap hat eine bewegte Geschichte. Von der Austragungsstätte des ersten Frauenfußballländerspiels wurde es zwischenzeitlich zu einem Flüchtlingslager. Heute ist es verfallen.

Das Stadion-Mathias-Stinnes in Essen-Karnap hat eine bewegte Geschichte. Von der Austragungsstätte des ersten Frauenfußballländerspiels wurde es zwischenzeitlich zu einem Flüchtlingslager. Heute ist es verfallen.

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  • Das Stadion Mathias Stinnes fasste früher 30.000 Zuschauer
  • Heute ist die Arena in Karnap verlassen und verwittert
  • Das ist ihre Geschichte

Essen. Verlassen, geheimnisvoll und voller Geschichte – das Stadion Mathias Stinnes ist ein vergessener, aber aufregender Ort in Essen.

Verrottende Tribünen, ein zugepflastertes Spielfeld, Vereinsheim-Ruinen: Das Stadion im Stadtteil Karnap gibt ein gruseliges und verfallenes Bild ab. Dabei war es mal das größte Stadion Essens.

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Zu seiner Blütezeit in den 50ern fasste es 30.000 Zuschauer. Das Bergwerk Mathias Stinnes hatte das Stadion 1925 für seine Zechen-Fußballmannschaft TSG Karnap 07 gebaut. Hier spielten aber auch der FC Schalke 04, Rot-Weiss Essen, RWO – und die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ihr erstes Länderspiel!

Trotz des Frauenfußball-Verbots durch den DFB hielten die Damen zahlreiche inoffizielle Länderspiele ab. Das erste am 23. September 1956 im Stinnes-Stadion. Vor 17.000 Zuschauern gewannen die Deutschen 2:1 gegen die Niederlade.

Später wurde das Stadion zum Amateurfußball-Platz. Erst kickte TSG-Nachfolgeklub FC Karnap dort, der Klub aus der Kreisliga B spielt inzwischen aber auf der Karnaper Lohwiese.

Im Juni 2012 wurde das Stadion schließlich komplett als Sportstätte aufgegeben. 2015, zur Hochzeit der Flüchtlingskrise, baute die Stadt dort ein gigantisches Flüchtlingsheim für 700 Hilfesuchende.

Inzwischen sind auch die Zelte wieder verschwunden. Es bleibt ein Boden aus Asphalt und Schotter, Reste der einst sehenswerten Tribünen, die Kassenhäuschen am Haupteingang und Ruinen von Zäunen und Gebäuden.

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