Gina Sibila geht für „Urbanatix“ die Wände hoch

Sportlich war sie schon immer: Gina Sibila beim Aufwärmen in der Jahrhunderthalle.
Sportlich war sie schon immer: Gina Sibila beim Aufwärmen in der Jahrhunderthalle.
Foto: Ingo Otto
Essenerin gehört zum Team von „Urbanatix“. In der Bochumer Jahrhunderthalle sorgt die junge Sportlerin für atemberaubende Akrobatik am Trampolin

Essen..  Den Traum vom Fliegen kennt Gina Sibila schon seit Kindheitstagen. Anfangs sah sie sich vom Turm einer Skisprungschanze aus mit atemberaubender Geschwindigkeit Richtung Abgrund fliegen. „Ich wollte Skispringerin werden, das erste Mädchen da oben“, erinnert sich die 21-jährige Heisingerin mit der langen, blonden Flechtfrisur. Doch die Mama fand eine Alternative zum Skispringen: das Rhönrad. Seitdem kennt Gina keine Angst mehr, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Und so gehört die Essenerin nun auch zu den jungen Akrobaten im „Urbanatix“-Team, das die Bochumer Jahrhunderthalle von Freitag an wieder in eine Arena der tollkühnen Streetartisten verwandelt. Dort dreht die junge Sportlerin allerdings nicht mit dem Rhönrad ihre Runden, sondern rennt einfach mal lächelnd die Wände rauf und lässt sich danach wieder rücklings aus vielen Metern Höhen auf ein Trampolin fallen.

Catwall-Trampolin-Akrobatik heißt die spezielle Kunst, bei der man keine Trägheit und schon gar keine Höhenangst mitbringen darf, sondern jede Menge Körperspannung, Mut und Willen, die Schwerkraft zu überwinden. „Von mir aus könnte es von einem Abenteuer ins nächste gehen“, strahlt Gina Sibila. Und so war sie auch sofort Feuer und Flamme für das Projekt „Urbanatix“, bei dem junge Artisten der Umgebung mit internationalen Profi-Akrobaten auf der Bühne stehen und einmal im Jahr für Begeisterungsstürme und längst auch für bundesweite Furore sorgen.

Für ihre Premiere bei „Urbanatix“ hat Gina Sibila sogar auf die Teilnahme an der Deutschen Rhönrad-Meisterschaft verzichtet, für die sie qualifiziert war. Und sie hat seit August mit Feuereifer das Trampolin-Springen trainiert. Denn erst im Sommer ist sie bei einem Besuch in der Jahrhunderthalle auf den „Open Space“ gestoßen. Einer Art offenen Trainingscamp für Jugendliche, die hier regelmäßig Parkours, Hip Hop und Trampolinspringen trainieren können. Gina Sibila, die nach ihrer Ausbildung zum Fitness- und Wellness-Coach seit zwei Jahren auf Kreuzfahrtschiffen arbeitet und in Heisingen ansonsten so ziemlich jede Sportart von Rhönrad über Kinderturnen bis Babyschwimmen trainiert, hat mir ihrem Talent sofort auf sich aufmerksam gemacht.

„Sport ist meine Leidenschaft“

„Sport ist eben meine Leidenschaft“, lächelt die 21-Jährige. Vor der imposanten Industriekulisse der Jahrhunderthalle ist sie mit ihrem Bewegungsdrang in diesen Tagen nicht allein. Überall werden dort Choreografien trainiert, wilde Bike-Drehungen vollführt und wird mit Basket-Bällen jongliert . Ab Freitag fügen sich all diese waghalsigen Kunststücke mit viel Live-Musik zu der etwas anderen Akrobaten-Show. Und manchmal wird man sogar den Eindruck haben, dass die Leute dort fliegen können.

 
 

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