Essen

Giftstoff tritt aus RWE-Heizkraftwerk aus: Das sagt der Betreiber zur Gefahr in der Luft

RWE gibt Entwarnung: Die Partikel, die am Montag aus dem Müllheizkraftwerk ausgetreten waren, sollen ungefährlich sein.
RWE gibt Entwarnung: Die Partikel, die am Montag aus dem Müllheizkraftwerk ausgetreten waren, sollen ungefährlich sein.
Foto: Thomas Goedde / FUNKE Foto Services

Essen. Ein unangenehmer Zwischenfall ereignete sich am Montag an einem von RWE betriebenen Müllheizkraftwerk in Essen-Karnap. Wegen eines defekten Aktivkohlefilters war ein Giftstoff ausgetreten. Zwischenzeitig suchten Experten nach den krebserregenden Stoffen Dioxin und PCB, die in geringen Dosen giftig sind.

Vier Tage später, am Freitag, verkündet RWE: „Die Messwerte sind unbedenklich.“ Dabei stützt sich das Unternehmen auf Messungen des Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV). Demnach hätte zu „keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt“ bestanden.

Aktivkoks-Granulat aus RWE-Müllheizkraftwerk unbedenklich

Wisch- und Partikelproben ergaben Werte, die sämtliche Prüf- und Grenzwerte unterschritten. Das schwarze, poröse und zwischen fünf und zehn Millimeter große Granulat hatte sich auch auf Spielplätzen niedergelegt. Daher musste die oberste Schicht Sand abgetragen werden.

RWE teilt nun mit: „Besonders strenge Grenzwerte wie etwa die Bodenschutz-Prüfwerte für Spielplätze werden um das 20-fache unterschritten.“

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Das heißt auch, dass der Bereich in der Nähe der Straßen Am Werthschemm, Beisekampsfurth und in der Arenbergstraße uneingeschränkt benutzt werden können. „Noch vorhandenes Aktivkoks-Granulat oder Partikel können wie normaler Straßenschmutz behandelt und entsorgt werden.“

Betroffene Anwohner können Reinigung beantragen

Anwohner haben die Möglichkeit Reinigungen für Gärten und Höfe über eine Bürgerhotline des Kraftwerks zu vereinbaren. Rund um die Uhr kann diese unter 0201 838 63205 erreicht werden. Ab Montag ist sie für weitere zwei Wochen montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besetzt.

90 Anwohner haben nach Auskünften von RWE den Dienst bereits in Anspruch genommen. Die defekte Anlage soll in den kommenden Tagen wieder in Betrieb genommen werden. (mb)

 
 

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