Essen

Giftköder in Essener Park kostet Hund Lissy beinahe das Leben: Das kannst du tun, wenn du solche Köder findest

  • Immer wieder tauchen in Ruhrgebietsstädten Giftköder auf
  • Beinahe hätte es auch Hündin Lissy erwischt
  • Doch was musst du machen, wenn du solch einen Köder entdeckst?

Essen. Sie tauchen immer wieder auf: Giftköder. Ob sie explizit Hunden gelten oder auch anderen Tieren, das bleibt meistens ungewiss. Die Täter werden selten gefunden.

Was jedoch klar ist: Mit dem Verteilen der Köder nimmt man den Tod der Vierbeiner billigend in Kauf. Beinahe hätte es auch Hündin Lissy erwischt. Zusammen mit Frauchen Eveline F. war die Mischlingsdame am Mittwoch in Essen-Huttrop unterwegs.

Giftköder-Fund am Essener Parkfriedhof

Im Gebiet des Parkfriedhofs ging es dann ganz schnell. Lissy schnappt zu und hat den gefährlichen Köder bereits im Maul. Doch zum Glück lässt die Hündin das mit Garn umspannte Fleischstück direkt wieder fallen.

Als die Hundehalterin das Garn löst, macht sie ein unfassbare Entdeckung: Im Fleisch ist weißes Pulver eingerollt. Ein tödliches Gift, das auch Lissy das Leben hätte kosten können.

Doch durch ihren Aufruf bei Facebook hat Evelin F. einiges bewegt. Der Post wurde hundertfach geteilt, so dass auch die Polizei Essen aufmerksam wurde. Am Donnerstag stellte die Hundeliebhaberin dann Anzeige.

Polizeisprecher Marco Ueberbach: „Es sollte bestenfalls immer die Polizei mit eingeschaltet werden. Wir können entsprechend andere Hundehalter warnen und den Köder ordnungsgemäß entsorgen.“ Und weiter: „Noch besser ist natürlich, wenn aufmerksame Zeugen Angaben machen können, ob eine verdächtige Person am Tatort herumgeschlichen ist.“

-------------------------------------

• Mehr Hunde-Themen aus dem Revier:

So putzig! 13 Labradoodle-Welpen aus Duisburg suchen ein neues Zuhause

Hund „Hanni“ ist wieder da! Video zeigt das emotionale Wiedersehen der Hundedame mit dem obdachlosen Dortmunder Egon

Mysteriöse Fleischstückchen im Volkspark Rheinhausen gefunden - Polizei sucht Zeugen

-------------------------------------

„Giftköder-Suchhunde“ sollen Gift aufstöbern

Zusätzliche meldete sich ein Mitglied von den „Giftköder-Suchhunden“. Die Gruppe sucht mit ausgebildeten Hunden ehrenamtlich Giftköder auf.

Gleich mit vier Hunden will das Team nun regelmäßig das Gebiet am und um den Parkfriedhof absuchen.

„Es ist super, wenn sich Leute ehrenamtlich engagieren. Doch besteht natürlich die Gefahr, dass Vierbeiner und Besitzer sich durch die gefährliche Substanz verletzten“, warnt Uerdenbach. Daher solle die Polizei immer mit eingebunden werden.

Obduktion von toten Hunden wird beinahe nie durchgeführt

Ein weitere Schwierigkeit: „Das Bestimmen der Substanzen ist viel zu teuer. Auch wenn ein Hund nach einem Spaziergang verstirbt, ist es schwer herauszufinden, woran er verstorben ist. Es könnte ein Köder, aber auch eine andere Sache sein, die der Vierbeiner aufgenommen hat.“

Uerdenbach rät hingegen: „Man muss noch mehr auf die Tiere achten. Wenn der Verdacht besteht, sollte man seinen Hund direkt wegziehen.“ Denn Prävention verhindere das Schlimmste.

 
 

EURE FAVORITEN

Känguru-Baby Lizzy verzückt den Zoo Duisburg

Do, 19.07.2018, 13.49 Uhr
Beschreibung anzeigen