Anklage nach Messerstichen im Essener Bahnhof

DerWesten

Essen. Nach der Messerstecherei im Essener Hauptbahnhof hat die Staatsanwaltschaft gegen zwei 25 und 26 Jahre alte Männer Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben. Sie hatte eine Gruppe Iraker angegriffen, weil die ihren kleinen Bruder beleidigt haben soll.

Nach der Messerstecherei am 8. Februar im Hauptbahnhof hat Staatsanwältin Elke Hinterberg Anklage wegen versuchten Totschlags gegen zwei 25 und 26 Jahre alte, türkischstämmige Essener vor dem Schwurgericht erhoben. Sie hatten im Hauptbahnhof „in Tötungsabsicht“ eine Gruppe von Personen irakischer Herkunft angegriffen, weil die vorher in der Innenstadt ihren 16-jährigen Bruder beleidigt haben sollen. Der Jüngere der Angeschuldigten verletzte eine Person, die auf einer Bank saß, mit einem Messerstich, wandte sich sofort der neben der Bank stehenden Person zu und verletzte auch diese. Später stach er nochmals auf das zweite Opfer ein. Nur das Eingreifen von Zeugen konnten die Brüder von weiteren Messerattacken abhalten.

Die Brüder wurden am Tatort festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft. Ihre Version der Geschichte: Wir waren die, die angegriffen worden sind. Das Verfahren gegen den 16-jährigen Bruder ist abgetrennt.