Galeria Karstadt Kaufhof in Essen: Leere Regale! So läuft der Einkaufsbummel vor der Schließung

Die Galeria Karstadt Kaufhof-Filiale in Essen muss zum Oktober schließen.
Die Galeria Karstadt Kaufhof-Filiale in Essen muss zum Oktober schließen.
Foto: Der Westen

Die Entscheidung ist gefallen: Aus und vorbei. Während Galeria Karstadt Kaufhof im Limbecker Platz in Essen gerettet wurde, schließt die Filiale am Bahnhof (Willy-Brandt-Platz) zum Oktober endgültig ihre Pforten.

Der Insolvenzplan und die geplante Sanierung sichern zwar 126 der 172 Kaufhäuser, doch die rund 50 Schließungen kosten dennoch Tausende Arbeitsplätze – und für viele Kunden den liebgewonnen Bummel durch Galeria Karstadt Kaufhof. Schon jetzt sind viele Regale leergefegt.

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Kathrin Migenda

Galeria Karstadt Kaufhof in Essen: Ausverkauf am Willy-Brand-Platz – so sieht es in der Filiale jetzt aus

Die Schaufensterpuppen bleiben nackt, sie verstecken sich hinter den großen Rabatt-Plakaten. Um 10 Uhr am Morgen werden diese bereits von zahlreichen Schnäppchenjägern in Augenschein genommen.

Bis zu 50 Prozent Preisnachlass gibt es demnach in allen Abteilungen. Ein neues Teeservice, ein leistungsfähiger Fön, eine teure Flasche Wein? Viele Essener scheinen sich das dank der Sonderangebote gönnen zu wollen, auf allen Etagen stöbern die Kunden nach Schnäppchen. Gefühlt mehr als noch vor der Krise.

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Das ist Galeria Karstadt Kaufhof:

  • Galeria Kaufhof und Karstadt sind im Jahr 2019 fusioniert
  • es entstand ein neues Logo und der Name Galeria Karstadt Kaufhof
  • Fusion kostete bereits viele Arbeitsplätze
  • die Corona-Pandemie kostet den Konzern nach eigenen Angaben rund 1,4 Milliarden Euro
  • Essen ist der Stammsitz des Konzerns

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Dementsprechend leer stehen bereits zahlreiche Regale, unter anderem in Sachen Sportschuhe wird es für die Schnäppchenjäger bereits eng. Egal ob Bücher, Mode oder Schokolade: Immer wieder klaffen große Lücken, wo einst ein Artikel neben dem nächsten stand.

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Mitarbeiter nach wie vor für Kunden da

Kein Wunder: Einige Kunden hetzen eilig mit beiden Armen voll reduzierter Kleidung in Richtung Umkleidekabine. Die Verkäufer hingegen scheinen den großen Ausverkauf erstaunlich gelassen zu nehmen. Stellen neue Schilder auf, die noch höhere Rabatte ankündigen, legen Ware nach, wo das Lager es noch hergibt.

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Das ist anscheinend vor allem im Bereich Saisonware der Fall. Ein Häschen mit Blumenkrone, Vasen mit in Pastelltönen, bunte Plastikeier: Wer jetzt schon an das nächste Jahr denkt, kann 40 Prozent auf sämtliche Osterdekoration sparen.

Den Mitarbeitern in Essen ist derzeit vermutlich weniger nach vorzeitigem Oster-Shopping zumute, denn auch in der „Einkaufsstadt“ werden Stellen wegfallen. Bis dahin haben die Schnäppchenjäger noch Gelegenheit, die Lager zu leeren. (vh)

 
 

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