Essen

Fusion von Karstadt und Kaufhof: Diesen absurden Namen sollen die Warenhäuser demnächst tragen

Karstadt und Kaufhof fusionieren und verpassen sich einen neuen Namen plus Logo.
Karstadt und Kaufhof fusionieren und verpassen sich einen neuen Namen plus Logo.
Foto: Harald Tittel/ dpa

Essen. Aus Karstadt und Kaufhof wird bald „Galeria Karstadt Kaufhof“ - kein Scherz. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und beruft sich dabei auf Branchenkreise.

Nicht nur die Holding der beiden fusionierten Warenhaus-Konzerne soll den Namen bekommen. Auch die einzelnen Filialen sollen entsprechend benannt werden.

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Aus Karstadt und Kaufhof wird „Galeria Karstadt Kaufhof“

Auch das Logo bekommt ein neues Design. Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ wir der Schriftzug der Dachmarke Galeria den größeren Raum einnehmen. Erst darunter ordnen sich die Namen der ehemaligen Warenhaus-Konkurrenten. Auch die beiden Unternehmensfarben blau und grün tauchen im neuen Logo auf.

Da die Kosten für die Umgestaltung des Auftritts hoch sind, werden die einzelnen Filiale nach und nach mit dem neuen Konzernnamen versehen.

2600 Mitarbeiter verlieren durch Fusion ihren Job

Im Januar wurde bereits bekannt, dass die Fusion 2600 Mitarbeitern bei Karstadt den Job kosten wird. Konzernchef Stephan Fanderl betonte, in seinem derzeitigen Zustand sei der Kaufhof „langfristig nicht überlebensfähig“.

Rund 1000 Vollzeitstellen sollen in den Führungs- und Verwaltungsstrukturen wegfallen, weitere 1600 Vollzeitstellen in den Filialen, wie der Konzern mitteilte. Sanierungsbedingte Filialschließungen sind dagegen vorläufig nicht geplant.

Hauptstandort Essen

Der Konzern will die wichtigsten Führungs- und Verwaltungsstrukturen beider Warenhäuser künftig in der bisherigen Karstadt-Zentrale in Essen bündeln. Am Standort Köln, bisher der Sitz der Kaufhof-Zentrale, soll ein Kompetenz-Center für Digitalisierung und E-Commerce aufgebaut werden. Außerdem soll von hier aus das Gastronomie- und Lebensmittelgeschäft gesteuert werden.

Um Kosten zu sparen, wird der Kaufhof umgehend außerdem aus der Tarifbindung aussteigen. Das Unternehmen strebe eine individuelle Tariflösung an, die der wirtschaftlichen Notsituation von Kaufhof Rechnung trage, hieß es. (dpa/mb)

 
 

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