Fundstücke, Fragmente aus der Tealität

Foto: WAZ Fotopool

Innenstadt..  Segeltuch, Folie, Gips, Acrylfarbe – das sind die Materialien, mit denen Marian Mayland am liebsten arbeitet. Die Bilder des 24-Jährigen bestehen allesamt aus Fundstücken – Material wie Motive. „Ich nehme Fragmente aus der Realität und setze sie zu etwas Neuem zusammen. So ergeben sich eigene Bezugssysteme“, erklärt der Absolvent der Freien Akademie der bildenden Künste in Kupferdreh.

Am heutigen Freitag eröffnet Mayland seine erste Einzelausstellung „Disziplin/discipline“ in der Galerie Karo an der Kasteienstraße. In dem verwinkelten Raum hängen abstrakte Gemälde und Collagen, die im vergangenen Jahr entstanden sind. Anstelle von Titeln und erklärenden Texten begleiten postkartengroße Zeichnungen und Fotografien die großformatigen Bilder. „Diese kleinen Arbeiten würde ich nicht verkaufen, sie funktionieren eher als Kommentare der Bilder.“

Seine Art zu malen hat Mayland den 1960er und 1970er Jahren entliehen: „Darin zeigt sich eine besondere Geisteshaltung, Kunst war damals viel politischer als heute. Die Menschen haben noch versucht, Utopien an die Wand zu bringen.“

Marian Mayland stellt sich in die Tradition von Künstlern, die mit ihren Bildern etwas bewegen wollten. Ob der Betrachter dies in den Werken wiederfinde? „Ganz ohne Erklärung klappt das vielleicht nicht immer, aber man darf die Menschen auch nicht unterschätzen.“ Während der Ausstellung ist er selbst vor Ort, so dass die Besucher mit ihm ins Gespräch kommen können.

 
 

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