Funde aus dem Mittelalter an der Hachestraße

Die Stadtarchäologen haben über Wochen die Baggerarbeiten zwischen Hache-, Henrietten- und Selmastraße begleitet. Aus gutem Grund: Dort floss früher ein Bach, die Limbecke. Etwa 7,50 Meter unter der heutigen Oberfläche fanden sich bei den Arbeiten an der Baugrube dann auch die Überreste eines alten Weges, der an die Limbecke führte. Holzreste und Keramik des Hoch- und Spätmittelalters wurden ebenfalls entdeckt. Die Funde reichen zurück bis in das 9. und 10. Jahrhundert.

Diese alten Funde belegen eine frühe Nutzung der Limbecke und sind vergleichbar mit Funden im Bereich des mittelalterlichen Limbecker Tores im Westen, sowie an der Berne im Osten der Stadt. An all diesen Gewässern waren in Abhängigkeit des um die Mitte des 9. Jahrhunderts gegründeten freiweltlichen Damenstifts unter anderem Mühlen entstanden. Damit steht fest: Schon seit dem 9. Jahrhundert nutzten die Essener Äbtissinnen die Limbecke.

Überreste von Wegen und Mühlen und eines Mühlenteiches wurden auch beim Bau des Einkaufszentrums am Limbecker Platz entdeckt. Ein Teil dieser Funde kann im Untergeschoss des Einkaufszentrums besichtigt werden.

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