Frintroper Schule wird Asylbewerber-Unterkunft

In der Walter-Pleitgen-Schule in Frintrop wird eine Behelfseinrichtung zur Unterbringung von Asylbewerbern mit rund 130 Plätzen hergerichtet, das bestätigt nun die Stadt. Zur Diskussion in Heisingen stellt sie klar: „Das derzeit diskutierte Gerücht, auch im ehemaligen Schullandheim Obere Aue könnte eine Unterkunft für Asylbewerber eingerichtet werden, entbehrt jeder Grundlage.“

Fest steht schobn länger, dass es in der Kupferdreher Dilldorfschule 80 Plätze geben wird. Belegen will die Stadt die Plätze, wenn in regulären Unterkünften keine Möglichkeiten mehr bestehen: in der Dilldorfschule voraussichtlich noch im September, in der Walter-Pleitgen-Schule voraussichtlich ab Ende Oktober.

Hintergrund ist die wachsende Zahl der Antragsteller: Befanden sich Mitte Juli noch 494 Menschen in den städtischen Unterkünften, sind diese Ende August bereits mit 703 Asylbewerbern nahezu ausgelastet. Neben den Folgeantragstellern aus Serbien und Mazedonien sind der Stadt vermehrt Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Ägypten und weiteren 16 Staaten zugewiesen worden. Darüber hinaus rechnet die Stadt bis zum Jahresende mit der Zuweisung weiterer rund 300 Flüchtlinge.

Die Behelfseinrichtungen sollen laut Stadt rund um die Uhr betreut werden. Heißt: Es steht jederzeit ein Ansprechpartner für die Bewohner und die Anwohner zur Verfügung. Im Gebäude der Walter-Pleitgen-Schule sind die notwendigen Unterbringungsmöglichkeiten, Speiseräume, aber auch Spielmöglichkeiten für Kinder vorhanden.

In Dilldorf will die Stadt den von der Bürgerschaft eingerichteten runde Tisch kurzfristig über die aktuelle Entwicklung informieren, in Frintrop lädt sie zur Informationsveranstaltung für Anwohner ein: im Gemeindesaal der St. Josef-Kirche, Schlenterstr., am Mittwoch, 11. September, 19 Uhr. Sozialdezernent Peter Renzel wird die aktuelle Situation und die weitere Entwicklung sowie die Maßnahmen der Stadt vorstellen und Fragen beantworten.

 
 

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