Frecher Spruch führte ins Gefängnis

An der richtigen Stelle einfach mal den Mund zu halten, hätte einen 35-jährigen Schalker Fan womöglich vor dem Gefängnis bewahrt. So aber brachte eine unbedachte Äußerung gegenüber Einsatzkräften der Bundespolizei am Donnerstag den Mann für immerhin 17 Monate hinter Gitter.

Im Essener Hauptbahnhof traf der 35-Jährige aus Stolberg, ganz als Anhänger des FC Schalke gekleidet, auf die Beamten, die die Fanströme zum Finale des Niederrheinpokals sicherten und schlug laut Polizei gleich „einen aggressiven Ton“ an: „Na Bullen, auch nichts zu tun am Vatertag.“ Daraufhin gab’s dann doch Arbeit für die Einsatzkräfte: Sie kontrollierten den Mann aus Stolberg – und staunten nicht schlecht, denn der 35-Jährige wurde mit gleich drei Haftbefehlen gesucht: Das Aachener Amtsgericht hatte ihn bereits im Juli 2004 wegen Diebstahls und Beförderungserschleichung zu einer Restfreiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt. Im Oktober 2011 verurteilte das Aachener Landgericht den 35-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, Grund waren mehrere Diebstähle. Erneut wegen Diebstahls verurteilte ihn das Amtsgericht Eschweiler im Oktober 2013 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten. An seine Gerichtsverhandlungen konnte sich der Stolberger offensichtlich nicht mehr erinnern, als er die Bundespolizisten vorlaut ansprach. Diese lieferten ihn für die nächsten 17 Monate direkt an der Essener JVA ab.

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