Folkwang fehlt das Geld für ein Plakat

19. Oktober 1976..  Hatte das Folkwang-Museum noch nicht einmal mehr Geld, um für eine neue Ausstellung ein Plakat zu drucken? Das fragte sich vor 40 Jahren die CDU-Fraktion im Stadtrat und kündigte an, der Sache in der nächsten Kulturausschusssitzung auf den Grund zu gehen. Die Christdemokraten hatten beobachtet, dass für die kommende große Ausstellung „Fälschung und Forschung“ zwar ein Katalog vorgelegt worden war aber kein Ankündigungsplakat.

Dass kein Plakat erschienen ist, so vermutet die CDU, könne nur an den knappen Haushaltsmitteln für die Werbung im Museum Folkwang liegen. Für 1976 stünden lediglich 3000 D-Mark bereit, nach dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sollen dem Museum die Mittel für Werbung sogar auf 1700 D-Mark gekürzt werden.

Die CDU forderte den Oberstadtdirektor auf, kurzfristig zu prüfen, wie man doch noch Geld locker machen könnte, um dem Museum das Plakat zu ermöglichen. Die Sorge, die die CDU umtrieb: Das Folkwang Museum darf gegenüber anderen Museen nicht abgehängt werden. Das Lehmbruck-Museum aus Duisburg zum Beispiel hätte in den Monaten zuvor auch an Essener Litfaßsäulen geworben, führte die CDU als Beispiel an.

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