Florian Ebner gestaltet deutschen Kunstpavillon in Venedig

Florian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang
Florian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang
Foto: waz
Florian Ebner gestaltet den deutschen Pavillon auf der 56. Kunstbiennale in Venedig. Der Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang in Essen freut sich auf die Aufgabe, die ihm Außenminister Steinmeier übertragen hat. Ebner ist damit Kurator bei der ältesten Kunstschau der Welt.

Essen.. Der deutsche Pavillon auf der 56. Kunstbiennale in Venedig 2015 wird von Essen aus gestaltet. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Florian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, mit der Planung für den deutschen Ausstellungs-Beitrag beauftragt. Die Ernennung zum Kurator für die älteste und renommierteste Kunstschau der Welt gilt als hohe Anerkennung und als Ritterschlag. Florian Ebner hat im November 2012 die Fotografische Sammlung als Nachfolger von Ute Eskildsen übernommen

Mit der Ausstellung „Kairo. Offene Stadt“ hat Florian Ebner bereits Furore gemacht. Die Foto-Schau wurde von der deutschen Sektion des internationalen Kunstkritikerverbandes zur Ausstellung des Jahres 2013 gewählt. Seither zeichnet sich an, dass mit dem 43-jährigen Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang auch international zu rechnen ist. Die Ernennung zum Kurator für den deutschen Pavillon der 56. Kunstbiennale von Venedig 2015 sorgt deshalb nicht nur am Museumsplatz für Anerkennung und schönste Erwartungen.

Der Goldene Löwe ging schon mehrfach an Deutschland

Seine bisherige Arbeit sei „von internationalen Perspektiven und einer mutigen Auseinandersetzung mit bestehenden kunsttheoretischen Ansätzen geprägt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Auswärtigen Amts. Traditionell wird der Leiter für die inoffizielle Kunstweltmeisterschaft alle zwei Jahre vom Bundesaußenminister bestellt.

Ebner steht dabei in einer Tradition großer Namen und Erfolge. Insgesamt drei Mal wurden deutsche Beiträge mit dem Goldenen Löwen, dem Preis für den besten Länderpavillon ausgezeichnet. Künstler wie Gerhard Richter und Joseph Beuys haben in Venedig ihre Arbeiten gezeigt. Zuletzt hatte die Frankfurter Museumschefin Susanne Gaensheimer 2011 die höchste Auszeichnung für den deutschen Biennale-Beitrag geholt. Sie hatte zusammen mit Aino Laberenz, der Witwe des 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief, den Pavillon mit Werken Schlingensiefs inszeniert.

„Der deutsche Pavillon auf der Biennale von Venedig ist ein mythischer Ort der Kunst des 20. Jahrhunderts“, sagte Ebner gestern in einer ersten Stellungnahme. Er werde versuchen, „eine Erzählung zu finden, die diesem Ort und unserer Zeit gerecht wird. Das Fotografische, das unseren Alltag und unsere Zeit durchdringt, wird dabei gewiss eine zentrale Rolle spielen“, ließ der Fotokunst-Experte, der in Arles und Bochum studierte, wissen.

 
 

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