Feuerwerk über neuem „Berliner Platz“

Aus der WAZ vom 9. Juli 1964:.  „Essen grüßt Berlin“ - unter diesem Motto weiht die Ruhrmetropole den neuen „Berliner Platz“ ein. Eine Zeremonie, zu der der Regierende Bürgermeister der geteilten Stadt, Willy Brandt, in Essen erwartet wurde. Wegen einer kurzfristigen Erkrankung wurde Brandt durch seinen späteren Nachfolger Heinrich Albertz vertreten. Das weitere Programm: Der Festakt auf dem Berliner Platz beginnt um 21 Uhr, zuvor spielt das Schönebecker Jugend-Blasorchester. Die Polizei rechnet mit einem großen Zuschauerandrang, deshalb sperrt sie den Platz für den Autoverkehr, sechs Straßenbahnlinien müssen umgeleitet werden. Zur Feier des Tages brennt Essen ein kombiniertes Boden- und Höhenfeuerwerk aus zwölf Bildern ab. Ein Lichterbild des Berliner Bären beendet die Feierstunde. An vielen Stellen im Ruhrgebiet entstanden nach dem Mauerbau Berliner Plätze. Sie sollten die Solidarität mit den Menschen in der eingemauerten Stadt ausdrücken. Die drei Meter hohe Granitskulptur des „Berliner Bären“, die der Bildhauer Herbert Lungwitz 1959 für den Grugapark gefertigt hatte, zog am 10. Juli 1964 zum Berliner Platz um. Auf dem Sockel steht: „Denkt an Berlin“.

 
 

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