Feminismus im freien Fall

Als Vollblut-Feministin stehe ich im Alltag manchmal vor Schwierigkeiten, die den Menschen im allernächsten Umfeld eher...sagen wir...suspekt sind. So auch vor ein paar Tagen beim Heimatbesuch.

Der Wintereinbruch hatte auch hier ordentlich zugeschlagen. Schnee, Eis, das volle Programm. Damit hatte ich im Drei-Flocken-Ruhrpott nicht gerechnet und hatte dementsprechend kein passendes Schuhwerk dabei.

Als sich der Besuch dem Ende näherte, wollte mir mein nächstes Umfeld galant den Arm für den Weg Richtung Straße anbieten, zugegebenermaßen mit Recht: Der Weg war steil, glatt und zugeschneit, die Schuhe kaum Profil, mein Rucksack überragte meinen Kopf um etwa 15,6 cm. Doch das feministische Blut brodelte.

Nein! Ich brauche deinen patriarchalen Arm nicht! Das Umfeld grinste, sagte nichts, ich trippelte langsam den Weg hinunter. Zumindest für einige Meter. Denn natürlich passierte es. Mein Fuß rutschte, ich verlor das Gleichgewicht. Und fiel.

Wieder was gelernt: Auch feministisches Fallen macht blaue Flecken.

 
 

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