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Fanta: Die berühmteste Limonade der Welt kommt aus Essen – weil ein Essener diese geniale Idee hatte

Fanta: Eine Essener Erfindung gibt es heute in fast allen Ländern der Welt.
Fanta: Eine Essener Erfindung gibt es heute in fast allen Ländern der Welt.
Foto: imago/Newscast

Essen. Egal, in welchem Land der Welt du dich ins Café setzt: Bestellst du Fanta, weiß jeder Kellner sofort, was du meinst. Kein Wunder, denn Fanta ist die meistverkaufte Limonade aller Zeiten. Aber wusstest du, dass dieses Getränk aus Essen stammt?

„Ja, es stimmt tatsächlich, dass die erste Fanta in Essen ihren Ursprung hatte“, verrät Stefanie Effner, Sprecherin von Coca-Cola Deutschland.

Fanta in Essen geboren: So kam ein Chemiker auf das Kult-Getränk

In einer unauffälligen Straße im Essener Stadtteil Bergerhausen, unweit der A52, begann im Jahr 1940 die Erfolgsgeschichte von Fanta. Max Keith, nachdem die Straße heute benannt ist, hatte in der Zentrale von Coca-Cola Deutschland ein dickes Problem: Die Cola ging ihm aus.

Mitten im Zweiten Weltkrieg war die Einfuhr des Coke-Konzentrats verboten. Außerdem fehlten die Rohstoffe, um selbst Cola herzustellen. Kurz bevor die Getränke-Produktion komplett hätte eingestellt werden müssen, kam es zum Geniestreich.

Keith beauftragte seinen Produktentwickler Dr. Schetelig, ein alternatives Getränk zu erfinden, das aus verfügbaren Zutaten hergestellt werden konnte.

Der Chef-Chemiker experimentierte in der Zentrale an der (damals noch) Hammerstraße herum und landete einen Volltreffer: Eine Mischung aus Molke (Abfallprodukt der Käse-Herstellung) und Apfel-Fruchtfleisch ergab ein erfrischendes und süßes Getränk.

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„Auch der Name Fanta selbst ist eine Erfindung aus Essen“, verrät Effner. Weil das Rezept fantasievoll und der Geschmack fantastisch sei, tauften die Mitarbeiter von Coca-Cola das Getränk Fanta.

In Essen, kurz darauf in ganz Deutschland, Amerika und immer mehr Ländern der Welt wurde dem Getränke-Riesen aus Atlanta die Fanta aus den Händen gerissen.

Nach 20 Jahren, als die Essener Fanta bereits in 36 Ländern verkauft wurde, entwickelte ein Abfüller in Neapel „Fanta klar“, ein Erfrischungsgetränk mit Orangengeschmack. Sie löste das Apfel-Molke-Getränk ab und wurde bis 1964 zu dem weiterentwickelt, was wir heute trinken, wenn wir Fanta kaufen.

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2003 zog Coca-Cola, das seit 1929 in Essen beheimatet war, nach Berlin. Dort saßen bereits die Tochtergesellschaften „Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG“ und „Coca-Cola Deutschland Verkauf GmbH“. Die Zusammenführung an einen Standort war sinnvoll.

„Einige Mitarbeiter von Coca-Cola wohnen im Ruhrgebiet und pendeln nach Berlin“

Stefanie Effner stellt aber klar: „Auch wenn Fanta heute nicht mehr in Essen produziert wird, ist die lokale Verwurzelung des Unternehmens nach wie vor stark und wichtig. Wir erleben, dass die Mitarbeiter auch heute stolz sind, Teil des Unternehmens zu sein – so wie es früher in Essen der Fall war. Es gibt sogar einige Mitarbeiter von Coca-Cola, die im Ruhrgebiet wohnen und nach Berlin pendeln.“

Und auch heute wird Fanta noch lokal produziert. Die Limo, die du in Essen kaufst, kommt aus Dorsten, Herten, Hamm, Mönchengladbach und Köln.

 
 

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