Fahrradmesse in Essen lockt Besucher mit E-Bike-Teststrecke

Bei der Fahrradmesse in Essen dreht sich wieder alles um Elektro-Räder.
Bei der Fahrradmesse in Essen dreht sich wieder alles um Elektro-Räder.
Foto: WAZ FotoPool
Mehr als 230 Aussteller sind dieses Jahr bei der Fahrradmesse in Essen mit von der Partie: Besucher können E-Bikes testen, sich beim Kauf beraten lassen oder reduzierte Ausstellungsstücke kaufen. Die Messe läuft noch bis zum 3. März. Gleichzeitig lockt die "Reise und Camping"-Messe.

Essen.. Die Fahrrad-Messe in Essen wächst weiter. Erstmals sind vom 28. Feburar bis zum 3. März vier Hallen belegt (Hallen 4, 6, 8 und 9). Die Zahl der Aussteller (mehr als 230) ist im Vorjahresvergleich konstant geblieben. Im vergangenen Jahr kamen rund 70.000 Besucher auf die Fahrrad-Messe, von denen knapp die Hälfte angaben, wirklich nur wegen der Rad-Messe gekommen zu sein und nicht wegen der „Reise und Camping“-Messe, die immer schon einen Tag früher startet.

Aussteller auf der Radmesse sind nicht nur Herstellerfirmen von Rädern und Zubehör, sondern auch die großen Fahrradversender wie „Rose“ und natürlich Händler aus der Region. Auch viele Essener Händler sind vor Ort.

Tageskarte für 8,50 Euro

Besucher können nur Tickets für die gesamte Messe „Reise und Camping“ lösen: Die Tageskarte für Erwachsene kostet 8,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Kinder bis 13 Jahren zahlen 3 Euro. Die Messen haben bis einschließlich Sonntag, 3. März, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Auf der „Reise und Camping“ gibt es ebenfalls viele Sonderschauen – zu den Themen „Camping in Europa“ (Halle 5), Reiseland Deutschland (Hallen 10 und 11), außerdem sind neueste Wohnwagen, Reisemobile und Zelte ausgestellt (Hallen 1 bis 3). Für Besucher, die mit dem Rad kommen: Einen bewachten Rad-Parkplatz gibt es vor Halle 1, 1,50 Euro.

Zur Fahrrad-Messe beantworten wir hier die wichtigsten Fragen:

Kann ich Probe fahren?

Ja. Es gibt zwei große Test-Strecken, die eine ist für reguläre Fahrräder, die andere Strecke extra für Elektro-Räder („E-Bikes“). Neu ist ein Parcours für Kinder – dort können junge Messe-Besucher ihre Geschicklichkeit auf dem Rad ausprobieren. Die Teststrecke für E-Bikes liegt in Halle 8, die „Jedermann-Teststrecke“ für alle anderen Fahrräder liegt in Halle 6, der „Radschlag-Parcours“ für Kinder in Halle 4.

Gibt es Schnäppchen?

Ja. Viele Aussteller haben Vorjahresmodelle oder Ausstellungsstücke deutlich reduziert. Auch sonst wird häufig ein Nachlass geboten. Das gilt nicht nur für Fahrräder, das gilt insbesondere auch für Kleidung.

Was gibt es außer Rädern und Fahrrad-Bekleidung noch?

Alles rund ums Thema Fahrrad und Radtourismus. Also wirklich: Alles. Radschlösser, Politisches zum Thema Radverkehr, und selbst die Essener Radkuriere haben einen Stand.

Was mache ich, wenn ich nicht weiß, welches Rad für mich geeignet ist?

Der „Rad Club“ Deutschland hat einen „Info-Truck“ in Halle 9 mit ständigem Programm. Dort gibt es zum Beispiel regelmäßig Kaufberatung: „Das richtige E-Bike für Sie!“ Heute, Freitag, um 11.15 Uhr und 14 Uhr, und auch am Wochenende an beiden Tagen jeweils um 11.15 Uhr, 14 Uhr. Dort, am „Show Truck“, geht es aber auch um Fragen der Sicherheit auf dem Rad, das richtige Licht, und Fragen der Ergonomie (Sattel, Griffe, Lenker).

Wie viel Geld soll ich ausgeben?

Das hängt davon ab, wieviel Sie investieren können, und was Sie mit dem Rad machen wollen: Täglich damit zur Arbeit, oder nur sonntags am Kanal entlang? Der Branchenverband Colibi hat ermittelt, dass die Deutschen im Schnitt 495 Euro für ein neues Fahrrad ausgeben. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland rund 4,05 Millionen neue Räder verkauft. Davon waren 310.000 Elektro-Räder, Tendenz: weiter leicht steigend.

Wie wichtig ist „Made in Germany“?

Viele Hersteller lassen Rahmen und Teile in Fernost produzieren und montieren die Räder hier - das ist dann auch „Made in Germany“. Fernost ist kein Nachteil: Die weltweit größten Rahmenhersteller sitzen in Taiwan. Auch sehr namhafte.

EURE FAVORITEN