Essens SPD-Chef Kutschaty: Petra Hinz muss auf Mandat verzichten

NRW Justizminister Thomas Kutschaty ist schockiert über das Geständnis von Petra Hinz.
NRW Justizminister Thomas Kutschaty ist schockiert über das Geständnis von Petra Hinz.
Foto: Kai Kitschenberg
Nach dem Skandal um die lügenhafte Biografie der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz verlangt der Essener SPD-Chef Thomas Kutschaty sofortige Konsequenzen: „Wir alle sind schockiert“.

Essen. Thomas Kutschaty, Vorsitzender der Essener SPD und NRW-Justizminister, hat die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz zum sofortigen Rückzug aus dem Bundestag und zur Rückgabe ihres Mandats aufgefordert. Hinz hatte über Jahrzehnte behauptet, sie sei Juristin, habe ein Studium absolviert und das Abitur abgelegt. All dies war gelogen. Kutschaty schreibt:

„Wir alle sind schockiert, dass Petra Hinz uns 30 Jahre lang eine falsche Biografie aufgetischt hat. Unbestritten war sie eine hochengagierte und bürgernahe Abgeordnete in Essen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind stolz darauf, dass bei uns gerade kein Abitur und kein Hochschulstudium erwartet werden, um ein Mandat auszuüben.

Was wir allerdings von unseren Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern erwarten ist Glaubwürdigkeit und Integrität. Dieses Vertrauen hat Petra Hinz gegenüber unseren Mitgliedern sowie den Bürgerinnen und Bürgern verspielt. Sie hat damit sich selbst aber auch der SPD großen Schaden zugefügt.

Vor diesem Hintergrund halte ich die Fortführung des Mandats bis zur nächsten Wahl für nicht mehr möglich. Ich habe Petra Hinz daher nahegelegt ihr Mandat als Bundestagsabgeordnete sofort niederzulegen und erwarte, dass sie dieser Aufforderung unverzüglich nachkommt.“

 
 

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