Essenkontrovers – „Wenn derBürger stört“

Irgendwas ist immer: „Stadtteilbibliotheken erhalten“, über Straßennamen streiten, „KulturgutEssen“ bewahren – die Politiker beschließen, Bürger sammeln Unterschriften dagegen. Bürgerbegehren und -entscheide sind zum Dauerbrenner in der politischen Debatte unserer Stadt geworden. Und manch einer, der sich politisch für mehr Bürgerbeteiligung eingesetzt, der dafür geworben hat, dass die nötige Stimmenanzahl für einen erfolgreichen Entscheid gesenkt wird, fragt sich heute: Welche Geister habe ich da gerufen, müssen die denn dauernd querschießen? Vor kurzem erwogen Essener Kulturpolitiker sogar, öffentlich zu warnen vor dem Begehren „kulturgutEssen“, das Stellenstreichungen bei zahlreichen Kultureinrichtungen verhindern will.

Und dann gibt es da noch die Sicht des Oberbürgermeisters. Gestützt auf ein Gerichtsurteil aus Köln und ein aktuelles Gutachten sagt Reinhard Pass: „Innere Angelegenheiten der Verwaltung“ sind ganz allein meine Sache. Viel Zündstoff also für die nächste Auflage von „Essen kontrovers“, der Diskussionsreihe von Volkshochschule und NRZ, die am Dienstag, 19. März, ab 19 Uhr in der Lernbar der VHS am Burgplatz über die Bühne geht. Miteinander und mit dem Publikum diskutieren Anabel Jujol von „kulturgutEssen“, Uta von Loewenich, Leiterin des städtischen Rechtsamts, Mehrdad Mostofizadeh, Landtagsabgeordneter der Grünen, und Thorsten Sterk vom Verein „Mehr Demokratie“. Es moderiert der freie Journalist Thomas Becker, der Eintritt ist frei.

 

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