Essener Viererbündnis für neuen Dezernenten

Die Stelle von Stadtdirektor Christian Hülsmann soll neu besetzt werden.
Die Stelle von Stadtdirektor Christian Hülsmann soll neu besetzt werden.
Foto: WAZ FotoPool

Essen.. CDU, Grüne, FDP und EBB wollen die Stelle des ehemaligen Stadtdirektors Christian Hülsmann wiederbesetzen. Der Personalrat befürwortet den Vorstoß, die Situation in der Verwaltung spitze sich immer mehr zu.

Seit dem Abschied von Stadtdirektor Christian Hülsmann im Oktober 2010 ist die Stelle eines Beigeordneten für Personal, Organisation, Ordnung und Feuerwehr verwaist. Das „Viererbündnis“ aus CDU, Grünen, FDP und „Essener Bürgerbündnis“ unternimmt in der Ratssitzung am Mittwoch nun einen Anlauf mit dem Ziel, die Stelle wiederzubesetzen. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, eine Ausschreibung bis zur Juli-Sitzung vorzubereiten. Möglichst nach der Sommerpause soll der oder die neue Beigeordnete dann gewählt werden. Begründung: Die Aufgaben seien zu wichtig, als dass sie „nebenbei erledigt“ werden könnten. Derzeit nimmt sie Stadtkämmerer Lars-Martin Klieve wahr. Zustimmung gibt es vom Personalrat. Die Situation in der Verwaltung spitze sich immer mehr zu. Wegen des Sparkurses könnten Stellen nicht wiederbesetzt werden, obwohl dies sinnvoll wäre“, beklagt Personalratsvorsitzender Kai-Uwe Gaida.

In der Personalpolitik zeigt das „Viererbündnis“ Oberbürgermeister Reinhard Paß einmal mehr, wie es um die Mehrheitsverhältnisse im Rat bestellt ist. Schon vor der Wahl von Andreas Bomheuer zum Kulturdezernenten hatte das Bündnis eine eigene Mehrheit organisiert, der sich die SPD schließlich anschloss. OB Paß hat sich dafür ausgesprochen, die Stelle Hülsmanns nicht wieder zu besetzen. Die Stadt spare dadurch 480 000 Euro pro Jahr ein. Sparen fange „oben an“, heißt es von Seiten der SPD.

 
 

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