Essen

Essener Teestube zu Kleinholz gemacht: Tatverdächtige in Duisburg festgenommen

Hier wird die Teestube in Essen gestürmt

Am Dienstag überfielen bis zu 40 Männer eine Teestube im Essener Südostviertel.

Am Dienstag überfielen bis zu 40 Männer eine Teestube im Essener Südostviertel.

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Essen. Nach dem Überfall auf eine irakische Teestube an der Burgrafenstraße/Ecke Franziskanerstraße am Dienstagabend um 20.15 Uhr hat die Polizei die Tatverdächtigen in Duisburg festgenommen. Im Zuge der Festnahme fanden die Beamten auch diverse Schlagwaffen.

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Mit ebensolchen Waffen hatten die etwa 20 bis 40 Männer zuvor Scheiben und Möbel der Teestube zertümmert, die in dem ehemaligen griechischen Restaurant „Olympia“ ansässig ist.

Zudem griffen sie mehrere Menschen in der Teestube an. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt. Sie sagten, durch den Schuss einer Gaswaffe und dem daraus entwichenen Reizgas geschädigt worden zu sein.

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„Aus der Teestube auf der Burggrafenstraße ist regelrecht Kleinholz gemacht worden“, beschreibt ein Sprecher der Essener Polizei die Situation gegenüber DER WESTEN. Grund für den Angriff könnte ein Streit um ein Konzert sein, das in der Teestube geplant war.

Randale in der City wohl doch kein Racheakt

Ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und einem weiteren Gewaltausbruch nur vier Stunden danach in der Essener Innenstadt liegt jedoch vermutlich nicht vor. Knapp 100 Männer randalierten hier auf der I. Weberstraße und auf dem Kopstadtplatz. Erst ein Großaufgebot der Polizei konnte die wütende Meute trennen.

Die Polizei bestätigte am Mittwochvormittag zunächst, dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten nahe liege. Die Auseinandersetzung in der City könnte eine Rache-Akt gewesen sein. Ein Zeuge sprach von einer „Verfolgungsjagd“.

Am Nachmittag teilte die Polizei jedoch mit: „Nach jetzigem Kenntnisstand handelt es sich bei den beiden Vorfällen um zwei eigenständige Sachverhalte.“

(lin)

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