Essen

Essener Tafel-Streit: Jetzt äußert sich Bundeskanzlerin Merkel zum Aufnahmestopp für Ausländer

26.02.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht beim 30. Parteitag der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Foto: Ralf Hirschberger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
26.02.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht beim 30. Parteitag der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Foto: Ralf Hirschberger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Essen. CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel hält nichts von der Entscheidung der Essener Tafel, bis auf weiteres nur noch Deutsche neu in ihre Kartei mit bedürftigen Menschen aufzunehmen. (Hier alle Infos).

"Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut", sagte Merkel am Montag in einem RTL-Interview. Aber die Entscheidung der Ehrenamtlichen in Essen zeige auch "den Druck, den es gibt", und wie viele Bedürftige auf Lebensmittelspenden angewiesen sind.

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Ältere Menschen fühlen sich nicht mehr wohl

Die Essener Tafel vergibt neue Berechtigungen zum Empfang von Lebensmitteln seit dem 10. Januar vorübergehend nur noch an Bürger mit deutschem Ausweis.

Begründet wird dies mit einem angeblich zu hohen Anteil an Ausländern, weshalb sich etwa viele ältere Menschen nicht mehr wohlfühlten und das Hilfsangebot nicht mehr wahrnähmen.

Am Montag hatte sich auch Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu dem Thema geäußert. Sie sieht das Problem darin, dass „im heutigen Deutschland derart viele Menschen auf die Hilfe von Tafeln angewiesen sind.“ (Hier alle Infos zu ihren Äußerungen). (dpa/fr)

 

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