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Nach Ausländerstopp an Essener Tafel: Deswegen kommen jetzt noch mehr Menschen

Jörg Sartor, Vorsitzender der Essener Tafel, will die Tür wieder für alle Bedürftigen öffnen.
Jörg Sartor, Vorsitzender der Essener Tafel, will die Tür wieder für alle Bedürftigen öffnen.
Foto: dpa
  • Die Essener Tafel hatte im Dezember 2017 einen Aufnahmestopp für Ausländer eingeführt
  • Im April ruderte die Tafel zurück und nimmt seitdem wieder Ausländer als Neukunden auf
  • Doch es gelten neue Bestimmungen
  • Die Tafel sei dadurch bekannter geworden

Essen. Der Streit um den vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer im Frühjahr hat an der Essener Tafel für mehr Kundenanfragen gesorgt. „Die Tafel ist dadurch auch bekannter geworden“, sagte Tafel-Chef Jörg Sartor am Dienstag.

Vor einem halben Jahr, am 10. Januar, hatte die Einrichtung zum ersten Mal Berechtigungsausweise nur an Bürger mit deutschem Ausweis vergeben.

Essener Tafel: Der Aufnahmestopp löste eine kontroverse Diskussion aus

Die Tafel hatte diesen Schritt mit einem sehr hohen Anteil an Ausländern unter ihren Kunden begründet. Die Anfang April wieder abgeschaffte Regelung löste bundesweit eine kontroverse Diskussion aus.

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Seit dem 11. April gelten neue Aufnahmeregeln: Bevorzugt werden Alleinerziehende, Schwerbehinderte, Familien mit minderjährigen Kindern sowie Senioren aufgenommen - unabhängig von ihrer Nationalität. Seit Mai ist der Andrang so groß, dass diese Regeln dauerhaft angewendet werden.

+++Leiter der Essener Tafel verrät, welche überraschenden Auswirkungen der Ausländerstopp hatte+++

Pro Monat wollen laut Sartor etwa 200 bis 250 Kunden einen Berechtigungsausweis. Er schätzt, dass rund 40 Prozent davon keinen erhielten - etwa die Hälfte davon wegen der neuen Regelungen, die anderen wegen sonstiger fehlender Voraussetzungen. Der Tafel-Chef hofft, dass der Andrang im August abnimmt. (dpa)

 
 

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