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Essener Tafel-Chef verrät, was der Trubel um den Aufnahmestopp für Ausländer mit der Tafel gemacht hat

Seit Mittwoch werden Ausländer wieder an der Essener Tafen angenommen. Für die meisten Bedürftigen ist das kein Problem. Sollte es erneut zu Problemen kommen, würden sie den Aufnahmestopp aber wieder einführen.

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Essen. „Die deutsche Oma ist wieder da.“ Das sagt Jörg Sartor, Chef der Essener Tafel.

Die deutsche Oma war es, die Anfang des Jahres zum Sinnbild geworden war für alle Benachteiligten, die wegen junger, alleinstehender, männlicher Ausländer nicht mehr zum Zuge gekommen sein sollen bei der Essener Tafel.

Die Tafel hatte deshalb einen vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer verhängt. Das wurde zum Politikum in ganz Deutschland, selbst Kanzlerin Angela Merkel äußerte sich zu dem Fall (>> Lies hier, was die Kanzlerin zum Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel gesagt hat).

Die Flüchtlings-Debatte entfachte sich am Fall der Essener Tafel wieder neu.

Und jetzt, fünf Monate später?

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Der Aufnahmestopp ist längst Geschichte, mittlerweile bevorzugt die Tafel ausdrücklich Alleinerziehende, Familien mit Kindern, Ältere und Behinderte. Jörg Sartor sprach mit der WAZ über die Zeit, als seine Maßnahme in der Republik bekannt wurde – und die Folgen davon.

Kritik und Lob am Vorgehen der Essener Tafel gab es seit damals im Februar fast gleichermaßen. (>> Das sagte die Duisburger Tafel zum Aufnahmestopp für Ausländer)

Es sei ihm ganz recht gewesen, dass Deutschland wieder über die Folgen der Flüchtlingskrise diskutiert habe, sagt Sartor. Auch, wenn das nicht sein Ziel gewesen sei. In Talkshows sei er nie aufgetreten, wollte sich nicht vereinnahmen lassen, von niemandem.

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Mittlerweile sei alles ruhiger geworden. Das ehrenamtliche Team der Essener Tafel sei enger zusammengewachsen. Ausländische alleinstehende Männer blieben größtenteils weg, alles gehe geordneter zu. Zudem seien mehr Menschen auf die Tafel aufmerksam geworden.

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Und die Oma, die deutsche, die sei eben auch wieder da.

Den ganzen WAZ-Artikel kannst du hier lesen.

 
 

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