Essener SPD-Politikerin Antje Huber starb mit 91

SPD-Politikerin Antje Huber vor einigen  Jahren bei einer Veranstaltung der Arbeiterwohlfahrt (Awo).Das Bild zeigt sie bei einem  Zwischenruf.
SPD-Politikerin Antje Huber vor einigen Jahren bei einer Veranstaltung der Arbeiterwohlfahrt (Awo).Das Bild zeigt sie bei einem Zwischenruf.
Foto: WAZ FotoPool
Sie war Bundestagsabgeordnete für den Essener Süden und von 1976 bis 1982 Bundesfamilienministerin im Kabinett von Helmut Schmidt.

Essen.. Sie war SPD-Ratsfrau, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Essen-Süd, Bundesfamilienministerin und bis zuletzt an den kommunalpolitischen Ereignissen rege interessiert: Im Alter von 91 Jahren ist Antje Huber jetzt gestorben, wie am Mittwoch bekannt und bestätigt wurde.

Als junge Sportjournalistin kam die gebürtige Stettinerin Ende der 1940er Jahre nach Essen, wo sie als Redakteurin bei der NRZ tätig war und 1948 der SPD beitrat. 1961 begann sie ein Studium an der Dortmunder Sozialakademie, wo sie bis 1969 als Studienleiterin arbeitete.

Parallel hatte sie einen Sitz im Rat der Stadt Essen und wurde 1969 als Direktkandidatin in den Bundestag gewählt. Obwohl ausgewiesene Finanzexpertin, trat Antje Huber 1976 die Nachfolge von Katharina Focke als Ministerin für Familie, Jugend und Gesundheit im Kabinett von Helmut Schmidt an – für Frauen damals die Spitze dessen, was an politischen Positionen erreichbar war. Für Antje Huber war das Ministeramt Höhepunkt ihrer Laufbahn, aber auch eine harte Prüfung: Im Streit um die Sparpolitik von Schmidt trat sie 1982 zurück, 1987 schied sie auch aus dem Bundestag aus. Sie war in ihrer aktiven Zeit zudem viele Jahre Mitglied in Bundesvorstand und Präsidium der SPD.

In den letzten Jahren war Antje Huber gern Gast bei Awo-Veranstaltungen. Am Herzen lag ihr auch der „Förderverein Wildgatter“, der sich für den Erhalt des Wildgeheges im Heissi-Wald engagiert.

 
 

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