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Essener soll Freundin aufgeschlitzt haben – weil Geburtstags-SMS des Sohnes zu spät kam

Geburtstags-Totschlag
Foto: Der Westen
  • Ein Essener soll seine Freundin an seinem Geburtstag erstochen haben
  • Vorher beschimpfte sie ihn als schlechten Vater
  • Der SMS-Verlauf mit seinem Sohn ist schockierend

Essen. 

Dieser SMS-Verlauf ist wirklich grausam: Als der Sohn von Alexander S. seinem Vater via Textnachricht zum Geburtstag gratuliert, antwortet dieser mit lediglich zwei Worten: „Zu spät“. Die SMS versendet der 46 Jahre alte Essener um 3.02 Uhr, seine Freundin Natalja (41) ist da bereits tot.

Das Gesicht eingeschlagen, die Kehle durchtrennt. Der Bauch aufgeschnitten. In ihrem eigenen Blut liegend wird sie zwei Tage in ihrem Wohnzimmer in der Höltestraße in Altenessen gefunden.

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Das Landgericht Essen wirft dem gebürtigen Kasachen mit deutschem Pass vor, in der Nacht vom 17. auf den 18. Januar dieses Jahres seine Lebensgefährtin erstochen zu haben. Vorausgegangen sein soll ein Streit.

Der Angeklagte hatte sich darüber beschwert, dass ihm sein Sohn nicht zum Geburtstag gratuliert habe. Daraufhin soll Natalja ihm gesagt haben, dass er sich nicht wundern müsse: Schließlich sei er ein schlechter Vater.

Essener greift Freundin mit Messer an

Der wohnungslose Essener soll daraufhin ausgetickt sein: Laut Anklage prügelte er zunächst auf seine Freundin ein. Dabei schlug er ihr in den Bauch und ins Gesicht. Sie ging zu Boden. Als sie wieder aufstand, nahm er ein Messer und stach ihr in den Rücken. „Die Klinge durchbohrte ihren Körper bis zu den Rippen“, trug die Staatsanwaltschaft am Mittwoch vor.

Doch damit nicht genug. Alexander S. soll daraufhin mehrmals die Kehle von Natalja durchtrennt haben. Nachdem sie bereits gestorben war, schlitzte der Angeklagte ihren Bauch von Brust- bis zum Schambein auf.

Grausamer Chat-Verlauf mit seinem Sohn

Dann kommt es zu einem grausamen Chat-Verlauf. Weit nach Mitternacht schickte der Sohn von Alexander S. seinem Vater Geburtstagsgrüße per SMS.

3.02 Uhr, Alexander S. antwortet: „Zu spät.“

Der Sohn will wissen, was er damit meine.

3.04 Uhr, Alexander S.: „Ich habe sie umgebracht.“

Der Sohn fragt: „Natalja?“

3.15 Uhr, Alexander S.: Ja.

Sohn: „Meinst du das ernst?“

Alexander S. gesteht die Tat der Ex-Frau

Eine Antwort von Alexander S. bleibt aus. Stattdessen soll er mit seiner Ex-Frau telefoniert haben. Ihr gesteht er, dass er seine Lebensgefährtin „weggemacht“ habe, so die Staatsanwaltschaft. Er soll seiner Ex-Frau zudem gesagt, haben, dass die blutige Leiche im Wohnzimmer zu finden sei.

Hier findet die Alexander S. Exfrau Natalja am 19. Januar. Am 25. Juli wird die Verhandlung fortgesetzt. Dann will sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußern. (ds)